Montag, 25. Juli 2016

...Mini-Blueberry-Cheesecakes

Wie versprochen gibt es heute ein paar Details zu meinem Projekt "Zuckerfrei". In letzter Zeit bin ich in der Bloggerwelt immer wieder über dieses Thema gestolpert. Wenn ich mir dann die Beweggründe durchgelesen habe, habe ich mich doch sehr oft wieder erkannt. Genascht habe ich schon immer gerne. Als ich vor zwei Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe, habe ich dann noch mein Belohnungs- und Beruhigungssystem komplett auf Eis und Schokolade umgestellt.

Dazu kann ich Euch eine kleine Geschichte erzählen: Als ich mir meinen Termin, zu dem ich mit dem Rauchen aufhören wollte, schon gesetzt hatte, hatte ich abends keine Zigaretten mehr. Wie es sich für einen Süchtigen gehört, habe ich mich um 22 Uhr ins Auto gesetzt und bin zur Tankstelle gefahren, um mir Zigaretten zu kaufen. Als ich so im Auto saß, dachte ich glücklich "Das ist auch etwas, das wegfällt, nachdem Du aufgehört hast". Ein paar Wochen später - ich hatte inzwischen mit dem Rauchen aufgehört - hatte ich abends Lust auf Eis. Ich setzte mich ins Auto und fuhr zur Eisdiele...

Ab diesem Zeitpunkt habe ich darauf geachtet, immer genug Süßigkeiten im Haus zu haben, und habe auch entsprechend viel gegessen, denn Maß und Ziel bei Süßem - das funktionierte bei mir leider nicht.

Entsprechend habe ich mich für die "harte Tour" entschieden und entschlossen, das Experiment "Zuckerfrei" zu wagen. Viele, deren Erfahrungsberichte ich gelesen haben, orientierten sich am 8-Wochen-Programm aus dem Buch "Goodbye Zucker" der Australierin Sarah Wilson. Auch ich habe mir dieses Buch besorgt und vor zwei Wochen mit dem Zuckerentzug begonnnen. Sarah Wilson empfiehlt, nicht direkt komplett auf Zucker zu verzichten, sondern sich langsam zu entwöhnen, dann aber in der Mitte des Programm tatsächlich auf alles, was Zucker enthält, sogar auf Obst zu verzichten.

Da diese absolute Entzugsphase bei mir nächste Woche startet, habe ich quasi die letzte Gelegenheit genutzt und heute nochmal gebacken. Mein aktueller langfristiger Plan ist, nicht komplett auf Süßes zu verzichten, sondern Haushaltszucker und Weizenmehl durch Alternativen zu ersetzen. Deswegen habe ich heute das erste Mal in diese Richtung experimentiert und möchte Euch mein Ergebnis vorstellen.


Zutaten für 6 Mini-Kuchen bzw. einen großen:
1500 g Joghurt bzw. 700 g Frischkäse und 100 g Joghurt
4 Eier
80 g Mandelmehl
4 EL Ahornsirup
1 TL Zitronenabrieb
1 Vanilleschote
500 g Heidelbeeren

1) Falls Ihr den Frischkäse selber machen wollt, den Joghurt in ein Mulltuch geben, dieses zubinden und über eine Schüssel hängen. Den Joghurt über Nacht abtropfen lassen.

2) Am nächsten Tag den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Vanilleschote aufschneiden und das Mark herauskratzen. Frischkäse, Joghurt, Eier, Mandelmehl, Ahornsirup, Zitronenabrieb und Vanilleabrieb verrühren. Die Heidelbeeren waschen und gut abtropfen lassen. Ca. 300g unterrühren.

4) 6 Mini-Springformen oder eine 26er Springform einfetten. Die Käsemasse einfüllen und die restlichen Heidelbeeren darauf verteilen. Ca. 45 min. backen. Im Backofen auskühlen lassen.

Das Ergebnis ist wirklich lecker, wenn auch ungewohnt. Die Konsistenz ist anders als üblich. Dank der Beeren ist genug Süße vorhanden. Auf jeden Fall ist eine Grundlage gelungen, auf der man aufbauen kann. Sobald der total Zuckerentzug vorüber ist, werde ich weiter experimentieren.


Da ich aber in den nächsten Wochen erstmal nichts Süßes backen werde, darf dieses Rezept gleich für zwei Events herhalten. Wie es der Zufall will, passt es sowohl zu Sarahs Knuspersommer als auch zum Calendar of Ingredients - ebenfalls von Sarah vom Knusperstübchen sowie Sandra von Sandra’s Tortenträumereien, Maren von Malu´s Köstlichkeiten, Claudia von Ofenkieker, Yushka von Sugarprincess und Nadine von Sweet Pie.

Sarah sucht für Ihren Knuspersommer in diesem Jahr zitronig-beerige Sommerrezepte.

http://knusperstuebchen.net/2016/06/24/knuspersommer-2016/
  
Die Juli-Zutaten für den Calendar of Ingredients lauten: Heidelbeeren, Frischkäse und Ahornsirup


http://knusperstuebchen.net/2016/07/03/blaubeer-frischkaese-toertchen-mit-ahornsirup-calendar-of-ingredients/

Passt doch, würde ich sagen.

Euch allen einen guten Start in die Woche!



Freitag, 22. Juli 2016

...Projekte


 "Sie lassen sich gerne fremd bestimmen" hat mal jemand zu mir gesagt, als ich von meinen Wochenaufgaben erzählt habe. So würde ich das nicht unterschreiben, obwohl ich ehrlich zugeben muss, dass das mit der Disziplin bei mir besser klappt, wenn ich einen vorgegebenen Rahmen habe. Entsprechend liebe ich Listen und Projekte.


So habe ich vor ein paar Monaten angefangen, meine persönliche Bucket-List zu erstellen, außerdem gibt es eine Jahres-To-Do-Liste. Auf der ersten stehen Dinge, die ich zumindest einmal im Leben tun möchte, auf der anderen eher pragmatische Punkte wie "Küche endlich verkleiden", "Erste-Hilfe-Kurs machen" etc. Es stand auch darauf "Meine erste Fondant-Torte" backen. Wie Ihr wisst, habe ich diesen Punkt inzwischen abhaken können mit der Geburtstagstorte für Oma. So arbeite ich mich langsam durch meine Listen und freue mich jedes Mal, wenn ich etwas streichen kann.

Aber damit nicht genug... Wie zu Anfang erwähnt gibt es auch noch Wochenaufgaben. Diese stelle ich mir nicht selbst, sondern die stellt mir mein Kalender. Ja, Ihr habt richtig gelesen, ich habe einen Kalender mit Wochenaufgaben. "Singe diese Woche jeden Tag unter der Dusche." oder "Buche diese Woche einen Kurzurlaub, den du in den nächsten zwei Monaten antreten musst." oder "Räume die Ecke deiner Wohnung auf, vor der du dich schon lange drückst." Im ersten Quartal 2016 war ich ja noch zu Hause, da waren diese Aufgaben echt super und ich habe sie immer brav erfüllt - manchmal vielleicht etwas abgewandelt, aber immer erfüllt. Inzwischen tu ich mir damit etwas schwerer und komme nicht wirklich nach. Trotzdem habe ich noch immer vor, alle Aufgaben früher oder später zu erfüllen.

Genauso wie ich vorhabe, irgendwann meine Häkeldecke fertigzustellen. Die, die hier regelmäßig reinschauen, haben sicher mitbekommen, dass ich mich letztes Jahr an einer Art 365-Tage-Projekt versucht habe und jeden Tag ein Granny Square häkeln wollte. Da ich davon schon länger nicht mehr berichtet habe, könnt Ihr Euch wahrscheinlich denken, dass das Projekt nicht wirklich erfolgreich war. Das Jeden-Tag-ein-Granny-Square-Projekt ist zwar gescheitert, aber das Projekt Häkeldecke habe ich noch nicht aufgegeben. Einen Zeitplan wird es allerdings nicht mehr geben. Wenn es soweit ist, werde ich Euch mein Werk präsentieren.

Und dann wäre da noch mein Lieblingsthema... das Essen. Ich wäre nicht ich, wenn nicht immer wieder Projekte mit genau diesem Thema zu tun hätten. Von meinem Detox-Experiment und meinem Ayurveda-Urlaub hatte ich Euch ja berichtet. Letztes Jahr im Juni habe ich mich vier Wochen vegan ernährt. Aktuell befinde ich mich mitten im Projekt "Zuckerfrei". Davon werde ich Euch bald ausführlicher berichten.

Ich muss sagen, dass ich es im Zuge solcher Projekte immer besser schaffe, regelmäßig zu kochen, dann aber im Anschluss immer in alte Verhaltensmuster zurückfalle und mir unter der Woche abends für mich immer "was Schnelles" zubereite. Trotz allem bleiben aber immer Zutaten oder Rezepte hängen, und allein dafür lohnt es sich schon.

Da ich mir aber alles selbst aussuche, würde ich nicht von "Fremdbestimmung" reden. Nennen wir es doch einfach "Disziplinnachhilfe". Kennt Ihr das auch? Habt Ihr auch solche Projekte?

Euch allen noch einen schönen Abend und ein schönes Wochenende.