Montag, 27. Juli 2015

...Aprikosen-Rosmarin-Konfitüre

Zu meinem Geburtstag im Frühjahr habe ich so eine Box mit Spezialitäten bekommen, die man auch abonnieren kann. Ganz leckere Sachen waren darin, z.B. auch Aprikosen-Rosmarin-Konfitüre. Jetzt mag ich zwar Konfitüre manchmal ganz gerne, habe allerdings nicht einen allzu großen Umsatz und so wanderte das Glas erstmal in den Schrank, bis ich die angebrochenen Gläser aufgebraucht habe.
Weil ich in letzter Zeit unheimlich viele Sachen ausprobiere, ist mein Vorratsschrank relativ voll. So müsste ich jedes Mal, wenn ich etwas aus der letzten Reihe brauche, alles davor rausräumen. Müsste... Das geht auch anders, dachte ich mir, und irgendwie bekam ich mit einer ausgefeilten Technik auch die Dinge aus der letzten Reihe aus dem Schrank, ohne ihn vorher auszuräumen.


Irgendwann kam es dann, wie es kommen musste, und ausgerechnet das Glas mit der Aprikosen-Rosmarin-Konfitüre fiel aus dem Schrank und zerbrach. So ausgefeilt war die Technik dann wohl doch nicht. Aber glaubt nicht, dass ich den Schrank jetzt ausräume. Ich achte nur darauf, dass die besonderen Lebensmittel etwas sicherer stehen.
Warum ich Euch das alles erzähle? Na ja... Als die Konfitüre so vor mir auf der Arbeitsplatte lag, konnte ich natürlich nicht widerstehen und musste probieren. Und was soll ich sagen? Sie war echt lecker. Doppelt ärgerlich.
Aber dann kam der typische Selbermacher-Gedanke: "Das kann ich doch auch" und so ist dieses Rezept entstanden:


Zutaten:
1 kg Aprikosen
500 g Gelierzucker 2:1
3-4 Zweige Rosmarin

Zubereitung:
1) Die Aprikosen überbrühen, abschrecken, abkühlen lassen, enthäuten, entsteinen und vierteln. Von den Rosmarinzweigen die Nadeln abzupfen und klein hacken.

2) Aprikosenviertel, Rosmarin und Gelierzucker aufkochen und mind. 4 Minuten kochen. Nach gelungener Gelierprobe heiß in ausgekochte Gläser füllen und direkt verschließen. Abkühlen lassen.

Ich persönlich esse Konfitüre ja super gern zu Käse.


Der Rosmarin stammt übrigens wieder von meinem Balkon. In diesem Jahr stehen da sogar fünfzehn Kräutertöpfe - neben Erdbeeren, Tomaten, Chili, Himbeeren, Stachelbeeren und Karotten. Na ja, jetzt kann ich meine Gäste den Sommer über zwar nur einzeln einladen, aber es geht halt nichts über frische Zutaten direkt vom Balkon.

Apropos Kräuter... Tanja von Liebe & Kochen sucht zu ihrem ersten Bloggeburtstag Erfrischendes und Leckeres mit Blüten und Kräutern. Und da meine Konfitüre lecker und mit Kräutern ist, reiche ich sie doch einfach mal ein.

https://liebeundkochen.wordpress.com/2015/06/30/blogevent-zum-ersten-geburtstag/

Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend.


Sonntag, 19. Juli 2015

...Erdbeer-Wickeltorte

Es steht mal wieder ein Familiengeburtstag an, dieses Mal der meiner Mama. Da meine Mutter am liebsten Buttercreme mag, war meine erste Idee, eine Erdbeer-Wickeltorte mit Erdbeerbuttercreme zu backen. Am Ende ist dann eine Mandelwickeltorte mit Erdbeerfrosting entstanden. Diese möchte ich Euch heute vorstellen:



Zutaten:
Mürbeteig:
1 Eigelb
75 g Butter
150 g Mehl
50 g Puderzucker

Mandelbiskuit:
40 g Mehl
40 g gemahlene Mandeln
40 g Stärke
1 TL Backpulver
3 Eier
100 g Zucker

Creme:
350 g Doppelrahmfrischkäse, zimmerwarm
350 g Butter, zimmerwarm
200-250 g Puderzucker (nach Geschmack)
120 g Erdbeeren

Deko:
650 g Erdbeeren
30 g gehobelte Mandeln
75 g Erdbeerkonfitüre

Zubereitung:
1) Für den Mürbeteig Eigelb, Butter in Stückchen, Mehl, Puderzucker und 2 EL kaltes Wasser zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Diesen in Folie gewickelt für ca. 20 min. kalt stellen.

2) Für den Mandelbiskuit Backofen auf 200°C vorheizen. Eier trennen. Eiweiß mit 3 EL kaltem Wasser steif schlagen. Währenddessen den Zucker einrieseln lassen. Die Eigelbe unterrühren. Mehl, Mandeln, Stärke und Backpulver mischen und unterheben.

3) Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und ca. 8-10 Minuten backen. Ein Geschirrtuch mit Zucker bestreuen. Den Biskuit darauf stürzen, Backpapier abziehen, Tuchenden einschlagen und auskühlen lassen

4) Den Mürbeteig in einer mit Backpapier ausgelegten Springform ausrollen, mehrmals einstechen und im heißen Ofen ca. 15 Minuten backen. Ebenfalls auskühlen lassen.

5) Für die Creme die Erdbeeren waschen, Stielansatz entfernen und pürieren. Butter mit dem Puderzucker aufschlagen. Frischkäse löffelweise unterrühren. Zum Schluss die pürierten Erdbeeren unterrühren. Kalt stellen.

6) Den Mürbeteigboden auf eine Tortenplatte legen. Den Mandelbiskuit mit ca. 2/3 der Creme bestreichen, in 6 Streifen schneiden. Den ersten Streifen zu einer Schnecke rollen und in die Mitte des Mürbeteigboden setzen, die weiteren Streifen wie eine Schnecke darum legen. Mit der restlichen Creme einstreichen (sollte die Creme zu flüssig sein, mit einem Tortenring arbeiten). Ca. 4 Stunden kühl stellen.

7) Für die Dekoration die Mandeln rösten und abkühlen lassen. Die Erdbeerkonfitüre erhitzen, ggf. durch ein Sieb streichen. Die Erdbeeren waschen und Stielansatz flach abschneiden. Die Mandeln an den Rand der Torte drücken, die Erdbeeren auf die Torte setzen und mit der Konfitüre einstreichen.



Diese rosa-rote Torte passt prima zu Danielas Blogevent, und deswegen reiche ich sie auf den letzten Drücker noch dort ein:

http://ullatrullabacktundbastelt.blogspot.de/2015/06/pink-pink-pink-sind-alle-meine-tortchen.html

Da der Geburtstag erst heute ist und das Event heute endet, musste alles etwas schneller gehen. Leider sind die Fotos nicht ganz so scharf geworden. Fotografiere ja immer noch mit meinem Handy. Eine anständige Kamera steht aber ganz oben auf meiner Wunschliste.

Außerdem  werde ich heute auch zum ersten Mal eine angeschnittene Torte mit zum Geburtstag bringen. Aber das ist wohl das Schicksal der Bloggerangehörigen: Angeschnittene Torten, Warten aufs Essen... Dafür gibt es auch ständig neue leckere Kreationen. Ich finde, das entschädigt für alles.



Euch allen noch einen schönen Sonntag!

Montag, 6. Juli 2015

...gefülltes Monkey-Bread mit rotem Pesto

Sommerzeit ist Grillzeit.

Auch mich hat letztes Wochenende eine Einladung zum Grillen erreicht. Aber was kann ich mitbringen? Wie bereits berichtet habe ich zum Jahreswechsel Monkey Bread für mich entdeckt und freue mich über jede Gelegenheit damit zu experimentieren. Für mein Geburtstagsbrunchbuffet habe ich zum ersten Mal die herzhafte Variante mit Pesto ausprobiert. Allerdings ist bei genau diesem Buffet das gefüllte Pull-Apart-Bread besser angekommen. So kam ich auf die Idee, beides zu kombinieren und entstanden ist ein Monkey-Bread gefüllt mit Schafskäse und Oliven und umhüllt mit rotem Pesto. Letzteres habe ich einfach deshalb gewählt, weil ich es lieber mag als grünes.


Soviel zu meinen Beweggründen, nun zum Rezept:

Zutaten:
Hefeteig:
1/4 l Milch
1 Würfel Hefe
500 g Mehl
1 EL Zucker
1/2 EL Salz
2 Eier
175 g weiche Butter
 
Pesto:
1 Knoblauchzehe
1 TL Pinienkerne
1 kleine rote Chilischote
6 Stängel Thymian
100 g getrocknete Tomaten in Öl
25 g Parmesan
70 ml Olivenöl

Füllung:
180 g Schafskäse
50 g entsteinte schwarze Oliven

Zubereitung:
1) Für den Hefeteig Milch lauwarm erwärmen, Hefe hineinbröckeln und unter Rühren auflösen. Mehl, Zucker, Salz und Eier in eine Schüssel geben, Hefemilch zugießen und mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem geschmeidigen Teigen verkneten, dabei die Butter in Flöckchen unterkneten.
 
2) Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen lassen.
 
3) Für das Pesto die Pinienkerne goldbraun rösten, den Knoblauch und die Tomaten grob hacken, die Chilischote halbieren, Trennwände und Kerne entfernen, ebenfalls grob hacken, den Parmesan reiben, vom Thymian die Blättchen abrupfen und alles vermengen. Das Olivenöl dazugeben und mit dem Pürierstab pürieren.
 
4) Für die Füllung den Schafskäse in Würfel und die Oliven in Scheiben schneiden.
 
5) Eine Springform (ich habe eine 28er genommen, eine 26er sollte aber auch genügen) mit Rohrboden gut fetten und mit Mehl ausstäuben.
 
6) Nun vom Hefeteig kleine Portionen abreißen, zu Bällchen formen, diese dabei mit Schafskäse und Oliven füllen, im Pesto wenden und dicht an dicht in die Form setzen. Nochmal ca. 40 min. zugedeckt gehen lassen.
 
7) Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
 
8) Das Monkey-Bread im vorgeheizten Ofen ca. 50-55 min. backen. Nach ca. 20 min. mit Alufolie abdecken.
  
Das Pesto ist durch das Backen relativ dunkel geworden, schmeckt aber wider Erwarten kaum nach Röstaromen (sagt sogar meine Mama, und die ist immer ehrlich).
 
 
Nachdem sowohl meine Familie als auch die Gäste der Grillparty dem Brot das Prädikat "lecker" verliehen haben, möchte ich damit am Blogevent der lieben Sarah vom Knusperstübchen, die übrigens auch schon auf die Idee gekommen ist, Monkey Bread zu füllen, teilnehmen.
Sarah sucht nämlich unsere liebste Knuspersommer Leckerei.
 
http://knusperstuebchen.net/2015/06/21/knuspersommer2015/
 
So, und jetzt heißt es Daumen drücken, dass der Sommer noch lange so schön bleibt und wir noch ganz viele Gelegenheiten haben, die tollen Knuspersommer-Rezepte auszuprobieren.
 
Euch noch einen schönen Abend!