Donnerstag, 30. April 2015

...Schlauchschals

Ich gehöre noch zu denjenigen, die Stricken in der Schule gelernt haben. Damals allerdings war Stricken irgendwie den Omas vorbehalten und man wäre nie auf die Idee gekommen, außerhalb der Schulbank freiwillig dieses Hobby zu verfolgen.

Und so habe ich fast 20 Jahre nicht gestrickt, bis ich, um einen Geburtstagswunsch zu erfüllen, mein verstaubtes Wissen nochmal ausgegraben habe und vereint mit Anleitungen aus dem Netz eine Mütze mit Ohrenklappen und Schirm entstanden ist. Davon gibt es leider kein Foto.

Motiviert von dem recht guten Ergebnis habe ich dann noch eine Kindermütze und ein Paar Hausschuhe gestrickt, die ich in der Waschmaschine verfilzt habe. Zumindest davon gibt es ein Bild.

 
 
Danach war es mit der Strickleidenschaft dann aber auch schon wieder vorbei, bis ich vor einiger Zeit auf die Idee kam, mir einen Schlauchschal zu stricken. So schwer kann das ja nicht sein, dachte ich, schließlich habe ich schon Mützen gestrickt. So bin ich auf der Suche nach einer Anleitung auf YouTube fündig geworden und habe im Zuge dessen YouTube für mich entdeckt. Leider finde ich besagtes Video nicht mehr, um es für Euch zu verlinken.
 
Ich muss zugeben, ich bin vorher nie auf die Idee gekommen, YouTube zu Rate zu ziehen. Im Nachhinein kann ich das irgendwie nicht mehr nachvollziehen, denn gerade bei Handarbeiten sind Videos echt anschaulicher als Beschreibungen oder Zeichnungen. Aber da erzähl ich Euch ja nichts Neues.
 
Nachdem mein erster Schal fertig war, beschloss ich, zu den folgenden Geburtstagen einfach jedem einen Schlauchschal zu stricken und so sind über zehn Schals entstanden, die leider schneller verschenkt als fotografiert waren. Immerhin die letzten beiden haben es vor die Kamera geschafft.
 
 
 
Die Farben habe ich für jede Trägerin individuell ausgesucht. Gestrickt habe ich mit Bravo Big von Schachenmayr, die speziell für Schlauchschals konzipiert ist. Ein Knäuel reicht genau für einen Schal und auf der Innenseite der Banderole findet man die Anleitung für genau diese Schals.
 
 
 
 
Irgendwie habe ich das Gefühl, die Zeit der Schlauchschals ist für mich auch noch nicht ganz vorbei, da immer wieder neue Farben auf den Markt kommen.
 
 
Für mich selbst bin ich mit der Farbwahl immer besonders mutig und deswegen liebäugle ich für meinen nächsten Schal mit der Farbe graphit.
 
Jetzt, wo der Post fast fertig ist, fällt mir auf, dass er thematisch nicht so ganz in die Jahreszeit passt. Na ja, im Winter Wollschals posten kann ja jeder. Und beim Verschenken habe ich ja auch keine Rücksicht auf die Jahreszeit genommen und selbst Mitte Juli Strickschals verschenkt. Gefreut haben sich die Beschenkten auch bei 30°C Außentemperatur. Der nächste Winter kommt bestimmt.
 
Jetzt allerdings ist erstmal Frühling und die nächsten Posts werden besser passen. Versprochen!
 
Euch allen noch einen schönen Abend und ein schönes langes Wochenende!




Dienstag, 28. April 2015

...Sonntagsbrunch

Ich liebe Brunchen! Und ich liebe es, neue Rezepte auszuprobieren.

So beschloss ich, dieses Jahr anlässlich meines Geburtstags mal wieder zum Brunch zu laden und im Rahmen dessen das ein oder andere Rezept auszuprobieren, das sich für eine Person nicht lohnt.

 
Neben altbewährten Speisen wie Nudel- und Bulgursalat, Tomaten-Mozarella-Spießen, Antipasti, Lachs-Lauch-Quiche, Obstsalat, Waffelteig und diversen Dips fanden dieses Mal auch ein Monkey-Bread mit Pesto, ein mediterranes Pull-Apart-Bread, Parmesan-Popovers und Chocolate Cookie Dough Cheesecake den Weg aufs Buffet.
 
Das gesamte Buffet war eine Just-in-time-Produktion. Deswegen kam ich leider kaum zum Fotografieren. An dieser Stelle möchte ich nochmal der lieben Mara danken, die mir auch noch ein paar Fotos zur Verfügung gestellt hat. Dankeschön!
 
Wie sooft war auch dieses Mal ein Risiko dabei, Rezepte, die ich vorher nie ausprobiert hatte, direkt meinen Gästen vorzusetzen, aber es ist auch dieses Mal wieder gut gegangen. Ich wurde sogar des Öfteren nach den Rezepten gefragt, die ich Euch deswegen heute vorstellen möchte.
 
Für das Pull-Apart-Bread und das Monkey-Bread habe ich eine große Schüssel Hefeteig zubereitet.
 
Zutaten Hefeteig:
1/2 l Milch
2 Würfel Hefe
1 kg Mehl
2 EL Zucker
1 EL Salz
4 Eier
350 g weiche Butter
 
Zubereitung Hefeteig:
1) Milch lauwarm erwärmen, Hefe hineinbröckeln und unter Rühren auflösen. Mehl, Zucker, Salz und Eier in eine Schüssel geben, Hefemilch zugießen und mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem geschmeidigen Teigen verkneten, dabei die Butter in Flöckchen unterkneten.
 
2) Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen lassen.
 
Danach habe ich den Hefeteig geteilt und aus einer Hälfte das herzhafte Monkey-Bread zubereitet. Das Rezept stammt aus Lecker Bakery Spezial Nr. 01/2015
 
 
Zutaten Monkey-Bread:
Hälfte des Hefeteigs
etwas Butter + Mehl für die Form
1 Glas Pesto
 
Zubereitung Monkey-Bread:
1) Eine 26er Springform mit Rohrbodeneinsatz (ich habe eine Frankfurter Kranz-Form verwendet) gut einfetten und mit Mehl ausstäuben.
 
2) Pesto in eine Schüssel geben. Den Teig mit bemehlten Händen kurz durchkneten, halbiere, zu zwei ca. 40 cm langen Rollen formen und in ca. 20 Scheiben schneiden. Aus den Scheiben Bällchen formen, diese im Pesto wenden und dicht an dicht in die Form setzen. Nochmal ca. 40 min. zugedeckt gehen lassen.
 
3) Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
 
4) Das Monkey-Bread im vorgeheizten Ofen ca. 50-55 min. backen. Nach 30 min. ggf. mit Alufolie abdecken.
 
Ich persönlich finde an Monkey-Bread ja am besten, dass man es mit den Fingern auseinander reißt. Meine Gäste waren dazu zu gut erzogen und habe es in Scheiben geschnitten. Dem Geschmack hat das natürlich keinen Abbruch getan.
 
Die zweite Hälfte des Hefeteigs habe ich zu einem mediterranen Pull-Apart-Bread verarbeitet. Die Inspiration für die Füllung habe ich von hier.
 
 
Zutaten Pull-Apart-Bread:
Hälfte des Hefeteigs
etwas Butter für die Form
30 g TK-Blattspinat
70 g getrocknete Tomaten in Öl
40 g schwarze, entkernte Oliven
180 g Schafskäse
 
Zubereitung Pull-Apart-Bread:
1) Spinat auftauen. Eine Kastenform einfetten.
 
2) Oliven, Tomaten, Spinat und Feta klein schneiden.

3) Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem ca. 5 mm dicken Rechteck ausrollen. Oliven, Tomaten, Spinat und Feta darauf verteilen und in Rechtecke schneiden, die etwas kleiner sind als die Breite und Länge der Kastenform. Die Rechtecke können ruhig ungleichmäßig sein.
4) Die Kastenform hochkant an der Wand anlehnen, die Rechtecke in die Form und leicht aufeinander drücken.

5) Das Brot nun nochmal ca. 20 min. gehen lassen.

6) Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

7) Das Brot im vorgeheizten Backofen ca. 40 - 45 min. backen.

Die Mengen sind so angegeben, wie ich sie verwendet habe. Beim nächsten Mal werde ich die Mengen wahrscheinlich noch ein bisschen erhöhen.

Bisher habe Popovers nur in der süßen Version ausprobiert. Dieses Mal war die herzhafte dran. Hier habe ich das Rezept für Parmesan-Popovers gefunden.


Zutaten Popovers:
440 ml Milch
250 g Mehl
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
3 Eier
80 g Parmesan, gerieben
1 EL getrocknete Kräuter (Rosmarin, Thymian, Basilikum etc.)
1 Knoblauchzehe, gepresst
etwas Olivenöl
etwas Butter
 
Zubereitung Popovers:
1) Backofen auf 200 Grad vorheizen.
 
2) Eier mit dem Handrührgerät aufschlagen. Milch und Salz zugeben und weiterschlagen. Mehl mit Backpulver vermischen, zur Eiermasse geben und zu einem Teig verrühren.
 
3) Die Mulden einer Muffinform mit etwas Öl einpinseln und die Form für 5 Minuten in den Backofen geben, damit sie sich erhitzt.
 
4) Parmesan mit den Kräutern und Knoblauch vermengen.
 
5) Mulden bis zum Rand mit dem Teig füllen. Parmesanmischung auf den Teig geben und ein kleines Stück Butter auflegen. 15 Minuten backen (in dieser Zeit nicht den Backofen öffnen). Nun den Backofen auf 180 Grad herunterdrehen und die Popovers nochmals 10 Minuten backen.
 
6) Die Popovers aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen.
 
Auf einem Brunchbuffet darf auch die süße Komponente nicht fehlen. Hier habe ich mich u.a. für den Chocolate Cookie Dough Cheesecake entschieden. Das Rezept stammt ebenfalls aus der Lecker Bakery Spezial Nr. 01/2015.
 
 
Die Mengenangaben beziehen sich auf eine Blechkuchen-Springform (ca. 38 cm x 25 cm). Für eine 26er Springform einfach die Mengen halbieren und die Backzeit entsprechen auf ca. 30 - 35 min. verringern.
 
Zutaten Cheesecake:
etwas + 400 g weiche Butter
250 g Zartbitterschokolade
300 g + 100 g + 150 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
Salz
6 Eier
600 g + etwas Mehl
2 gehäufte TL Backpulver
800 g Frischkäse (ich mische immer fettreduzierten und Doppelrahm-Frischkäse)
400 g saure Sahne
4 EL Speisestärke
 
Zubereitung Cheesecake:
1) Den Boden der Form mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten.
 
2) Für den Cookieteig 200 g Schokolade hacken. Hälfte im Wasserbad schmelzen. 400 g Butter, 300 g Zucker, Vanillezucker und eine Prise Salz mit den Schneebesen des Handrührgeräts cremig aufschlagen. 2 Eier unterrühren. 600 g Mehl und Backpulver mischen und unter die Butter-Zucker-Mischung rühren. Gehackte Schokolade unterrühren. Ca. 1/4 des Teiges abnehmen, grob zu Stücken formen und kühl stellen. Geschmolzene Schokolade unter den restlichen Teig rühren. Den Teig in die Form drücken, einen Rand formen. Die Form ca. 30 min. kühl stellen.
 
3) Für die Käsemasse 4 Eier trennen. Eiweiß steif schlagen, dabei 100 g Zucker einrieseln lassen. Frischkäse, saure Sahne, Eigelb, Stärke und 150 g Zucker glatt rühren. Den Eischnee unterheben.
 
4) Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
 
5) Die Hälfte der Käsemasse auf den gekühlten Teigboden geben. Die Cookieteigstücke darauf verteilen. Den Rest der Käsemasse darüber geben. Im vorgeheizten Backofen ca. 50 - 55 min. backen.
 
6) 50 g Schokolade hacken. Ofen ausschalten, gehackte Schokolade auf dem Kuchen verteilen. Bei leicht geöffneter Backofentür ca. 20 30 min. abkühlen lassen. Herausnehmen und auskühlen lassen.
 
Der Kuchen ist meiner Meinung nach der absolute Hammer und wird zu einem meiner Standard-Käsekuchen werden.
 
Dies war nun ein kleiner Auszug aus meinen Brunch-Rezepten.
 
Viel Spaß beim Nachbacken!
 

Mittwoch, 15. April 2015

...ein Jeden-Tag-ein-Granny-Square-Projekt - die Vorgeschichte

Ende 2013 habe ich in der Zeitschrift flow einen Artikel über 365-Tage-Projekte gelesen und war sofort angefixt. "Ich will auch!" Und so überlegte ich mir, welches Projekt ich 2014 angehen könnte. Zum einen gefiel mir die Idee, das gleiche Motiv zur gleichen Uhrzeit ein Jahr lang zu fotografieren. Ich suchte mir als Motiv den Blick aus einem meiner Fenster ausgesucht und fotografierte es jeden Morgen nach dem Aufstehen.

Eines der ersten Fotos
Zum anderen fand ich den Gedanken aber auch gut, am Ende des Jahres etwas in den Händen zu halten. Deswegen beschloss ich, jeden Tag ein Granny Square zu häkeln und diese dann zu einer Decke zusammenzufügen.

Einer der Tipps, die in dem Artikel über 365-Tage-Projekte gegeben werden, ist, die Fortschritte zu veröffentlichen. Das hilft dranzubleiben. Guter Tipp! Leider habe ich mich nicht daran gehalten. Weder den Baum vor meinem Schlafzimmer noch Granny Squares, bei denen ich mich auf fünf Farben und drei Motive beschränken wollte, hielt ich für interessant genug, um sie regelmäßig zu veröffentlichen. So kam es, wie es kommen musste. Das letzte Foto schoss ich am 26.05., wobei die Fotos auch vorher schon immer rarer wurden. Momentan könnte ich dieses Projekt noch nicht einmal wieder aufnehmen, wenn ich es wollte, da der Rollladen des Fenster, aus dem ich fotografiert habe, sich nicht öffnen lässt.

Das letzte Foto
Für die Decke habe ich zuerst die Farben und die Motive ausgesucht. Ich habe mich für einen Rosa-, einen Lila-, einen Grünton und zwei Grautöne entschieden (die Farben meines Wohnzimmers).

Die Wollauswahl

Als Motive habe ich einfache Grannies, Grannies mit Eulen und Grannies mit Blumen gewählt.

Die ersten vier Granny Squares
Eulengrannies
Total motiviert habe ich also angefangen zu häkeln. Nach ca. zehn Grannies fand ich es irgendwie doof, dass die Eulengrannies dreidimensional, die Blumengrannies nur zweidimensional waren... Planänderung! Ich häkelte erstmal weiter Blumengrannies, bis ich neun Stück zusammen hatte, und setzte diese zu einem Kissen zusammen. Da ich nach Augenmaß gearbeitet habe, sind die Teile etwas kleiner geworden als das Füllkissen. Die Vorderseite habe ich dann noch etwas vergrößert, die Rückseite nicht. Trotz allem bin ich recht zufrieden mit meinem ersten Häkelkissen.

Häkelkissen

Die abendliche Häkelei war inzwischen zur Gewohnheit geworden und ich konnte mich wieder an meine Decke machen. Irgendwie gefiel mir die Idee mit den Motiven jetzt gar nicht mehr und ich beschloss, nur noch einfach Granny Squares zu häkeln. Auch den Grünton mochte ich irgendwann nicht mehr. So häkelte ich vorerst nur rosa Grannies, lilafarbene und graue sollten folgen.

Nach einer weiteren Woche machte mir leider nun mein Arm einen Strich durch die Rechnung, der ordentlich schmerzte und mich erstmal pausieren ließ. Am Anfang war das ganz schön komisch, abends einfach nur fernzuschauen, ohne etwas zu werkeln. Aber irgendwie gewöhnte ich mich auch daran wieder recht schnell und bis heute hat sich daran nichts geändert.

Bis heute...

Denn noch immer liegen hier fünfzehn Granny Squares und ich hatte immer vor, irgendwann mit der Decke weiterzumachen. Und damit beginne ich heute mit diesem Post. Ob es tatsächlich ein 365-Tage-Projekt wird, weiß ich noch nicht, aber es wird auf jeden Fall ein Jeden-Tag-ein-Granny-Square-Projekt. Dieses Mal werde ich auch den Tipp beherzigen und zwar nicht täglich aber immer mal wieder vom Zwischenstand berichten. Vielleicht hilft dies ja wirklich, dranzubleiben.

Alle vorhandenen Grannies kann ich wohl nicht benutzen, da ich ja (Stand heute!) keine Motivgrannies und keine grünen verwenden wollte. Außerdem hat sich die Größe im Laufe der wachsenden Routine unwesentlich verändert.

Größenvergleich - eines der ersten und eines der letzten Grannies

Aber eine Basis ist immerhin vorhanden und auf diese werde ich aufbauen, bis ich meinen Plan das nächste Mal ändere. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Noch einen schönen Abend!

Sonntag, 5. April 2015

...Erdbeerbiskuitrolle

Sia von Sia's Soulfood hat zum Bloggerevent gerufen. Sie sucht unsere Spring Soulfoodrezepte. Da möchte ich mich doch gerne beteiligen.

http://siasoulfood.blogspot.de/2015/03/sias-soulfood-feiert-den-1-blog.html

Die erste Frage, die sich hier natürlich stellt, ist "Was ist eigentlich Soulfood für mich?" Soulfood ist Essen, das einfach guttut. Da gibt es zum einen Essen, das situationsbedingt guttut, wie z.B. eine warme Suppe an kalten Tagen oder ein erfrischendes Eis an heißen Tagen. Und dann gibt es Essen, das immer guttut. Das ist bei mir zum einen Schokolade, zum anderen Essen, das Erinnerungen weckt, und das kommt in erster Linie von Mama oder den Omas. Heute gibt es ein Rezept von Mama.

Beim Thema "Spring Soulfood" fallen mir nämlich vor allem Gerichte ein, die es im Winter nicht gibt und auf die man sich ganz besonders freut. Eins davon ist bei mir schon seit Jahrzehnten Mamas Erdbeerbiskuitrolle. Die läutet bei uns immer den Frühling ein.


Eigentlich vermeide ich es momentan noch, Erdbeeren zu kaufen, weil ich auf die heimischen warten will, aber für diesen besonderen Anlass habe ich eine Ausnahme gemacht.

Im Gegensatz zu Mama habe ich die Erdbeerbiskuitrolle allerdings nicht mit Sahne und Erdbeeren verziert sondern mal wieder mit andersfarbigen Mustern im Biskuit gearbeitet wie schon bei der Tauftorte.

Hier also mein Rezept:

Zutaten:

Für die Blümchen:
15 g weiche Butter
1 gestrichener EL Puderzucker
1 gehäufter EL Mehl
1/2 Eiweiß (das habe ich beim Biskuit abgezwackt und einfach nur 4 1/2 Eiweiß statt 5 zu Schnee geschlagen)
1 Msp. rote Lebensmittelfarbe

Für den Teig:
5 Eier
100 g Zucker
75 g Mehl
30 g Stärke
1 Msp. Backpulver
1 Prise Salz

Für die Füllung:
200 ml Sahne
300 g Erdbeeren
20 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker

1. Für die Blümchen Butter und Puderzucker glattrühren. Mehl sieben und abwechselnd mit dem Eiweiß unter die Butter-Zucker-Mischung rühren, bis eine glatte Masse entsteht. Die Lebensmittelfarbe unterrühren. Die Masse in einen Gefrierbeutel füllen, die Spitze abschneiden und die Blümchen mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen. Das Blech ca. 1 Stunde kaltstellen.

2. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Für den Biskuitteig die kühlschrankkalten Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz in einer großen Schüssel steif schlagen. Kurz bevor das Eiweiß steif ist 75 g Zucker in die Masse rieseln lassen. Das Eigelb mit dem restlichen Zucker cremig schlagen. Mehl, Stärke und Backpulver vermengen. Erst das Eigelb unter den Eischnee heben, dann die trockenen Zutaten.

3. Die Teigmasse vorsichtig auf das Backblech mit den Blümchen streichen und im vorgeheizten Ofen gut 10 Minuten goldgelb backen. Danach das Backpapier vorsichtig abziehen (ich war leider nicht vorsichtig genug, bei mir hat sich ein Blümchen gelöst), den Biskuitteig mit der Blümchen nach unten auf ein mit Zucker bestreutes Küchentuch legen, von der kurzen Seite her aufrollen (ich habe es bei meinem Prototypen von der langen Seite her gemacht und festgestellt, dass anders das Verhältnis von Biskuit und Sahne wohl doch besser ist) und auskühlen lassen.

4. Die Sahne mit dem Zucker und dem Vanillezucker steif schlagen. Die Erdbeeren putzen und klein schneiden. Den Biskuit wieder auseinander rollen, mit Sahne bestreichen und mit Erdbeeren belegen. Nun wieder zusammenrollen.



Soweit die Theorie, leider sah die Praxis mal wieder etwas anders aus. So hat sich zuerst mal ein Blümchen gelöst und ich hab von der "falschen" Seite aufgerollt (wie im Text erwähnt), dann hatte ich viel zu viel Füllung vorbereitet, die teilweise wieder rausquoll (die Menge im Rezept habe ich entsprechend angepasst) und dann ist mir die Rolle beim Aufrollen auch noch gerissen. Wahrscheinlich hätte ich einfach Mama fragen sollen. Das ist manchmal einfach noch immer die beste Idee.

Da ich aber nun mal einfach Grobmotorikerin bin, lautet mein Motto: Hauptsache, es schmeckt!

Euch noch einen schönes Osterfest!