Freitag, 27. Februar 2015

...ein Autokissen

Wie bereits berichtet, habe ich beschlossen, keine Krabbeldecken mehr zu nähen, zumindest nicht mehr allzu viele. Ein Grund dafür ist, dass Krabbeldecken relativ schnell Ihren Zweck erfüllt haben und bestenfalls noch als Spieledecken im Kinderzimmer genutzt werden, eher aber in einer Kiste verschwinden oder gar wegegeben werden. Aus genau diesem Grund habe ich mich dieses Mal für ein Kissen entschieden. Die Entwicklung des Musters habe ich mir in diesem Fall ganz leicht gemacht und das Muster der Autokrabbeldecke einfach verkleinert.


Die interaktiven Komponenten dürfen natürlich auch hier nicht fehlen. Irgendwie habe ich mich da inzwischen auf Knistern und Quietschen eingeschossen, und so knistert ein Rad und das andere quietscht.

Zum bequemen Liegen ohne störende Zwischengeräusche bietet sich dann wahrscheinlich eher die Rückseite an.


Jetzt hoffe ich natürlich, dass das Kissen den kleinen Finn möglichst lange begleitet.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende!


Mittwoch, 11. Februar 2015

...Experimente mit Carobpulver

Wie bereits hier erwähnt, setze ich mich seit meinem Sri Lanka-Urlaub ein wenig mit ayurvedischer Ernährung auseinander. Dabei bin ich über Carobpulver gestolpert, welches in der ayurvedischen Küche als Kakaoersatz benutzt wird. Es wird aus Früchten des Johannisbrotbaumes gewonnen und hat gegenüber Kakao den Vorteil, dass es keine aufputschenden Coffeinoide (Theobromin) und wesentlich weniger Fett enthält. In meiner ersten Euphorie habe ich mir alle Zutaten besorgt, die ich so in den Rezepten fand und noch nicht kannte, darunter auch Carobpulver.

Nachdem dann letztens das Kakaopulver aufgebraucht war, habe ich die Chance genutzt und einfach mal Carobpulver verwendet. Für Käsekuchen mit Schokostreuseln habe ich, ohne mich vorher großartig zu informieren, Kakaopulver 1:1 durch Carobpulver ersetzt. Natürlich war es mal wieder kein Experiment im stillen Kämmerchen sondern direkt als Mitbringsel eingeplant. Bisher ist das immer einigermaßen gut gegangen. Auch dieses Mal?


Als der Kuchen aus dem Ofen kam, ist mir zuerst der Geruch aufgefallen, der sich doch stark von schokoladigem unterschied. Wenn das riecht, wie es schmeckt...
Tut es nicht. Den Freunden, denen ich den Kuchen mitgebracht habe, ist kein Unterschied aufgefallen. Dass es keinen gibt, kann ich allerdings auch nicht behaupten. Carobpulver ist süßer als Kakao. Beim nächsten Mal werde ich die Zuckermenge auf jeden Fall etwas verringern. Ansonsten ist der Geschmack etwas weniger herb und malziger als Kakao. Entsprechend ist es kein 1:1-Ersatz, aber wenn man sich auf den neuen Geschmack einlässt, bei dem ein oder anderen Rezept sicherlich eine Alternative.


Ich werde auf jeden Fall weiter experimentieren.

Euch noch einen schönen Abend!

Sonntag, 8. Februar 2015

..Mini-Überraschungskuchen, Cake Pops und Whoopies

Ich mag Traditionen.

Vor etwa zwei Jahren haben zwei ehemalige Arbeitskolleginnen und ich damit begonnen, uns gegenseitig zu bekochen. Gestern war wieder ich an der Reihe. Mir macht das richtig viel Spaß, mir etwas Schönes auszudenken und ein wenig Aufwand zu betreiben, da ich ja meist nur für mich allein koche und da bin ich Freund der schnellen und unkomplizierten Küche. Da nutze ich doch gerne die Gelegenheit, Rezepte zu testen, die mich schon lange reizen. Ich weiß, das ist ziemlich mutig und ich habe es während der Vorbereitungen auch einige Male bereut, so viele Experimente auf einmal zu wagen, aber irgendwie ist dann doch was Leckeres dabei rausgekommen. Hätten die Damen sonst um die Rezepte gebeten? Deswegen präsentiere ich Euch heute einen Auszug aus meinem gestrigen Menü.

Vor ein paar Wochen hab ich mich zum ersten Mal einen Kastenkuchen mit Überraschung versucht, der es aber nicht zu einem eigenen Post gebracht hat, weil er einfach noch zu verbesserungswürdig war. Leider war damals das Motiv zu klein und nicht eindeutig genug. Dieses Mal war es genau umgekehrt. Das Motiv war im Vergleich zu der Form etwas zu groß, aber mit etwas Improvisation sind die Küchlein, die ich Tischkärtchen verwendet habe, dann doch noch was geworden.



Zutaten Mini-Überraschungskuchen:
Für den roten Teig:
3 Eier
1 Prise Salz
120 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
120 g neutrales Öl
120 g saure Sahne
220 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
rote Lebensmittelfarbe
 

Für den hellen Teig:
90 g Mehl
3 g Backpulver
2 g Natron
2 g Salz
1 Ei
70 g Zucker
Vanille aus der Mühle
60 ml Pflanzenöl
60 ml Milch
2 ml Essig

50 g weiße Kuvertüre
Zuckerherzchen rosa und weiß
Herzchen-Ausstecher
3-4 Mini-Kastenförmchen

Zubereitung Mini-Überraschungskuchen:

1) Den Backofen auf 175°C vorheizen. Eine Kastenform fetten und mit Mehl ausstäuben oder mit Backpapier auskleiden. 

2) Die Eier trennen. Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und zur Seite stellen. Die Eigelbe mit den restlichen Zutaten gut verrühren, den Eischnee vorsichtig unterheben.

3) Den Teig in die Form füllen und ca. 60 Min. backen. Eine Stäbchenprobe machen! Den Kuchen auskühlen lassen.

4) Den Backofen auf 180°C vorheizen.

5) Mehl, Backpulver, Natron und Salz vermengen und zur Seite stellen. Einen halben Teelöffel Essig zur Milch geben und 3-5 Minuten stehen lassen. In einer anderen Schüssel das Ei mit einem Handmixer gut durchrühren, ca 30 Sekunden, Zucker hinzufügen und eine Minute weiterschlagen. Vanilleextrakt und Pflanzenöl hinzugeben. Alles gut vermengen. Die Hälfte des Mehl-Mixes hinzugeben und kurz vermengen. Dann die Hälfte der Milch/Essigmischung hinzugeben. Wiederholen, bis alles gut vermengt ist.


6) Den roten Kuchen in Scheiben schneiden, die so breit sind wie die Ausstechform hoch. 1/3 des hellen Teiges in kleine Papierkastenförmchen füllen. Gewünschtes Motiv aus den roten Kuchenscheiben ausstechen und dicht an dicht auf den Teig stellen. Vorne und hinten etwas Platz lassen, damit man die Überraschung nicht direkt sieht. Die Kuchenreste aufheben für die Cake Pops, deren Rezept Ihr weiter unten findet. Vorsichtig den restlichen Teig einfüllen. Ca. 20 - 25 min. backen. Abkühlen lassen.

7) Die Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und die Kuchen damit einstreichen. Zum Schluss noch mit Herzchen dekorieren.



Wie Ihr seht, sind die Herzchen im Vergleich zu den Förmchen etwas zu groß, leider hatte ich keine kleineren Herzausstechförmchen. Entsprechend musste ich die Kastenförmchen auch voller füllen, als man es normaler Weise tun würde. Zum Glück gibt es Schokolade. Mit einem Guss kann man doch Einiges kaschieren.

Vor Cake Pops hab ich mich die letzten Jahre immer gedrückt, da ich fand dass der Aufwand für solch kleine Happen doch relativ groß ist, aber dank der Kuchenreste, die durch die Minikuchen entstanden sind, haben sie sich ja förmlich aufgedrängt.

Zutaten Cake Pops:
240 g rote Kuchenreste von den Mini-Überraschungskuchen

Für das Frosting:
25 g weiche Butter
45 g Frischkäse
50 g Puderzucker

30 Cake Pop-Stiele

200 g weiße Kuvertüre
rote Zuckerperlen

Steckschaum oder Cake Pop-Ständer


Zubereitung Cake Pops:

1) Die Kuchenreste komplett zerkrümeln. Dann die weiche Butter mit dem Frischkäse und dem Puderzucker gut und gleichmäßig zu einer homogenen Masse verrühren. Die Kuchenkrümel hinzugeben und alles gleichmäßig vermischen. Es sollte eine klebrige Kuchenmasse entstehen, die nicht mehr auseinander fällt.


2) Aus dieser Masse nun kleine Kugeln formen (ca. 3 cm Durchmesser, etwas größer geht wohl noch, aber wenn sie zu groß sind, fallen sie nachher schnell vom Cake Pop-Stiel, da war ich lieber vorsichtig) und auf einen Teller mit Backpapier legen. Die Kugeln mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.


3) Etwas von der Kuvertüre schmelzen. Die Cake Pop-Stiele nun zuerst in die Kuvertüre tauchen und dann die Kugeln der Reihe nach aufspießen. Das Eintauchen der Stiele in die Kuvertüre dient dazu, dass die Cake Pops nachher nicht vom Stiel rutschen. Komplett trocknen lassen und am besten erneut eine Weile in den Kühlschrank stellen (wenn sie gekühlt sind, trocknet nachher nämlich die Kuvertüre schneller).


4) Die restliche Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Sollte die weiße Kuvertüre nicht schön flüssig und geschmeidig werden, etwas Kokosfett hinzufügen. Glatt rühren und die Cake Pops nacheinander eintauchen, aufrecht hinstellen und mit roten Zuckerperlen verzieren. Die Kuvertüre trocknen lassen.


Und wo ich schonmal am Experimentieren war, hab ich mich auch noch an Whoopies gewagt. Da ich sowohl Tischdeko als auch Dessert in rot-weiß gehalten habe, habe ich mich für Red-Velvet-Whoopies entschieden, wobei es kein klassischer Red-Velvet-Teig ist, da der Kakao fehlt und lediglich rote Lebensmittelfarbe verwendet wird.
Zutaten Whoopies:
Für den Teig:
40 g weiche Butter
40 g Zucker
1/2 Päckchen Vanillezucker
Salz
1 Ei (Gr. M)
100 g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
13 g Vanillepuddingpulver (zum Kochen)
rote Lebensmittelfarbe

Für die Füllung:
30 g Zucker
1/2 Päckchen Vanillezucker
1 Bio-Zitrone
170 g Mascarpone
170 g Magerquark
Backpapier
Zubereitung Whoopies:
1) Ein Blech mit Backpapier auslegen. Backofen vorheizen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 175 °C).
2) Butter, Zucker, Vanille­zucker und 1/2 Prise Salz mit den Schnee­besen des Rührgeräts cremig rühren. Ei unterrühren. Mehl, Backpulver und Puddingpulver mischen. Nach und nach unterrühren. Teig mit Lebensmittelfarbe rot färben.
 3) Aus dem Teig mit zwei Teelöffeln ca. 18 Häufchen (à ca. 3 cm Ø) auf die Bleche setzen. Zwischen den Häufchen genügend Abstand lassen, da sie beim Backen auseinanderlaufen. Im heißen Ofen 8–10 Minuten backen. Vorsichtig vom Backpapier lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
4) Zitrone heiß waschen, abtrock­nen, ca. 1/3 der Schale fein abreiben. Zitronenschale mit Mascarpone, Quark, Zucker und Vanillezucker verrühren. Creme portionsweise in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen. Spiral­förmig auf die glatte Seite der einen Hälfte Plätzchen spritzen. Übrige Plätzchen als Deckel daraufsetzen und leicht andrücken. Whoopies ca. 1 Stunde kalt stellen.

Ich habe allerdings nur die Hälfte der Füllung gebraucht. In Zukunft werde ich wohl einfach die Häufchen kleiner machen, denn das Verhältnis von Keks zu Füllung erschien mir noch nicht perfekt. Da ich allerdings noch nie irgendwo Whoopies gegessen habe, habe ich auch keinen Vergleich. Es ergibt sich bestimmt bald eine Gelegenheit, weiter zu experimentieren.
Ich wünsche noch einen schönen Sonntag!