Mittwoch, 23. Dezember 2015

...Weihnachtsgrüße

Wo ist nur die Zeit hin? Ich habe doch tatsächlich drei Monate nichts gepostet. Das lag zum Einen daran, dass ich in den letzten Monaten weniger Zeit hatte, zum Anderen aber auch daran, dass kaum Neues entstanden ist. Wenn ich mal was gemacht habe, habe ich entweder auf Altbewährtes gesetzt oder bisweilen die Dinge einfach nicht fotografiert oder es sah so unappetitlich aus, dass ich erst noch an der Optik feilen muss, bevor ich Euch die Köstlichkeiten hier präsentiere.

Auch in der Weihnachtsbäckerei entstanden in diesem Jahr fast ausschließlich Traditionelles, das es nicht vor die Kamera geschafft hat.

Aber ganz untätig war ich natürlich nicht, und deswegen bin ich ganz zuversichtlich, Euch nächstes Jahr wieder in kürzeren Abständen Neues präsentieren zu können.

Bis dahin wünsche ich Euch


Schaut bald mal wieder vorbei!

Eure


Dienstag, 22. September 2015

...Red-Velvet-Cake mit Cake Pops

Kennt Ihr das auch? Ihr macht etwas zum ersten Mal, habt absoluten Respekt und es gelingt ohne Probleme. Beim zweiten Mal seid Ihr dann viel entspannter, und es geht schief, was schief gehen kann.

So ist es mir passiert, als ich meinen Beitrag zum dawanda-Backwettbewerb backen wollte. Die Idee war einen Red-Velvet-Cake ähnlich wie zur Hochzeit meines Bruders nur schmaler und höher zu backen und diesen mit Cake Pops und einer 18 am Stiel zu verzieren, alles in rot-weiß gehalten. Soweit zur Theorie.



Als ich die Hochzeitstorte damals Probe gebacken hatte, waren die Böden etwas oder eher extrem speckig. Deswegen war ich etwas gespannt, als ich die Böden teilte. Und siehe da - alles fluffig und durchgebacken. Also konnte nichts mehr schief gehen.

Oh doch! Zum ersten Mal ist mir das Frosting geronnen, obwohl ich sowohl Butter als auch Frischkäse zeitig aus dem Kühlschrank geholt hatte und sie die gleiche Temperatur hatte. Später ist mir dann ein Drittel der Cake Pops vom Stiel gebrochen. Dann war die Schokolade irgendwann zu zäh und kühl (und ich zu faul, sie nochmal aufzuwärmen - an der Stelle hatte ich dann schon resigniert). Die Idee mit den Zahlen am Stiel hat überhaupt nicht funktioniert, also habe ich diese einfach aus meinem Plan gestrichen. Wenn mal der Wurm drin ist, dann ist er drin.

Trotz aller Widrigkeiten ist dann doch noch eine Torte entstanden. Wenn es auch nicht die schönste war, war sie dennoch lecker.



Da meiner Meinung nach die Schwächen nicht im Rezept, sondern lediglich in der Anwendung liegen, will ich Euch das Rezept natürlich nicht vorenthalten.


Zutaten:

Für den Teig:
500 g Zucker
5 Eier
2 Pck. Vanillezucker
560 g Mehl
2 EL Kakaopulver
1 Prise Salz
2 TL Natron
4 TL Backpulver
500 ml Öl
470 ml Buttermilch
2 TL rote Lebensmittelfarbe

Für die Creme:
400 g Frischkäse
500 g Butter
300 g Puderzucker

Für die Dekoration:
12 Cake Pop-Stiele
120 g weiße Kuvertüre
rote Zuckerperlen

Zubereitung:

1) Drei Springformen à 18 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen. Eier mit Zucker und Vanillezucker sehr schaumig aufschlagen. Die rote Lebensmittelfarbe dazu geben. In einer Schüssel die Buttermilch mit Öl homogen mischen. In einer zweiten Schüssel Mehl, Kakao, Salz, Natron und Backpulver mischen. Den Inhalt der Schüsseln nacheinander zur Eiermasse dazugeben. Anfangen und enden mit den trockenen Zutaten. Zwischendurch immer wieder homogen rühren. Sollte der Teig noch nicht richtig schön rot sein, ggf. noch etwas Farbe hinzugeben.

2) Den Teig auf die Springformen verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180° ca. 60 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Vollständig auskühlen lassen.


3) In der Zwischenzeit die Creme zubereiten. Dafür die weiche Butter aufschlagen. Puderzucker nach und nach dazu geben und gut mischen, ca. 10 min. schlagen. Frischkäse nach und nach mit einem Holzlöffel zur Butter-Mischung zugeben und vorsichtig homogen rühren. Nur so lange rühren, wie es nötig ist. 50 g der Creme beiseite stellen.
Wichtig: Die Butter und der Frischkäse müssen die gleiche Temperatur haben, sonst kann die Creme beim Mischen gerinnen!

3) Die Böden begradigen und Reste beiseite stellen (Falls die Böden nicht begradigt werden müssen, eine Lage beiseite stellen. Es werden 100 g Kuchenreste benötigt.) Dann jeweils einmal durchschneiden. Die Lagen der Torte nun mit Creme bestreichen (Wer eine fruchtige Note möchte, setzt auf die Creme noch frische Himbeeren) und zusammensetzen. Die fertige Torte mit der restlichen Creme bestreichen. 


4) 100 g der Kuchenreste abwiegen, komplett zerkrümeln und mit der beiseite gestellten Creme gleichmäßig vermischen.


5) Aus dieser Masse nun kleine Kugeln formen (ca. 3 cm Durchmesser) und auf einen mit Backpapier ausgelegten Teller legen. Die Kugeln mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.


6) Etwas von der Kuvertüre schmelzen. Die Cake Pop-Stiele nun zuerst in die Kuvertüre tauchen und dann die Kugeln der Reihe nach aufspießen. Komplett trocknen lassen (am besten in den Kühlschrank stellen).

7) Die restliche Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Glatt rühren und die Cake Pops nacheinander eintauchen, aufrecht hinstellen (z.B. in Steckschaum) und mit roten Zuckerperlen verzieren.

8) Die Torte mit den Cake Pops verzieren.
 
 

Gewonnen habe ich mit meiner Chaostorte leider nichts außer die Sympathien derer, die das Werk dann aufessen durften.

Euch noch einen schönen Tag!
 


Sonntag, 20. September 2015

...Stoffelefanten

Ich weiß, es ist sehr ruhig hier in letzter Zeit. Es ist auch nicht viel Neues entstanden. Beim Backen  habe ich auf Altbewährtes zurückgegriffen, und das kennt Ihr ja schon. Zum Häkeln konnte ich mich nicht wirklich aufraffen, wie ich in meinem letzten Post ja schon berichtet habe. Genäht habe ich ein bisschen. Und was wohl? Genau! Willkommensgeschenke für neue Erdenbürger.

Ich hatte Euch ja schon berichtet, dass ich von Krabbeldecken auf Kissen umgestiegen bin, weil man davon einfach mehr hat, und nach Auto und Fuchs habe ich mich dieses Mal für Elefanten entschieden.


Ganz ohne Schnickschnack und Specialeffects dieses Mal, einfach nur kuschlig. Die drei sind inzwischen auch alle bei ihren kleinen Besitzern angekommen und ich habe schon ganz tolle Fotos gesehen. Immer wieder schön, anderen eine Freude zu machen.

 
Die drei waren jedenfalls nicht die letzten Elefanten, die ich genäht habe.
 
Euch allen noch einen schönen Sonntag! 


Samstag, 15. August 2015

...ein Jeden-Tag-ein-Granny-Square-Projekt - nächster Zwischenbericht

Ich finde den Sommer dieses Jahr toll. Die Tage mögen zwar manchmal sehr, sehr heiß sein, aber ich freu mich einfach darüber, dass Sommer ist.
Wozu ich mich bei den hohen Temperaturen allerdings nicht wirklich aufraffen konnte, war Häkeln. Und so ist aus meinem Jeden-Tag-ein-Granny-Square-Projekt ein Ich-verschiebe-jeden-Tag-ein-Granny-Square-Projekt geworden und ich habe die letzten Wochen nicht viel mehr gemacht, als die Häkelarbeit vor mir herzuschieben und umzuplanen.
Entsprechend ist der Status Quo nicht wie erwartet, trotzdem möchte ich ihn Euch nicht vorenthalten.


Jetzt kann man sich auch schon mal ein bisschen besser vorstellen, wie die Decke am Ende aussehen soll.
Seit gestern häkle ich übrigens wieder - zwei Grannies am Tag, um das Versäumte aufzuholen. Das wird mindestens bis Oktober dauern.
Fällt Euch was auf? Bei der fertigen Grannies sind zumindest alle Fäden vernäht. Da hab ich insgesamt zwei Abende dran gesessen und mir mal wieder vorgenommen, direkt zu vernähen. Zumindest daran habe ich mich bisher gehalten.


Ich werde Euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden halten, auch wenn das mit dem Druck, das Projekt öffentlich zu dokumentieren, bei mir leider nicht klappt.

Euch allen noch ein schönes Wochenende!


Montag, 27. Juli 2015

...Aprikosen-Rosmarin-Konfitüre

Zu meinem Geburtstag im Frühjahr habe ich so eine Box mit Spezialitäten bekommen, die man auch abonnieren kann. Ganz leckere Sachen waren darin, z.B. auch Aprikosen-Rosmarin-Konfitüre. Jetzt mag ich zwar Konfitüre manchmal ganz gerne, habe allerdings nicht einen allzu großen Umsatz und so wanderte das Glas erstmal in den Schrank, bis ich die angebrochenen Gläser aufgebraucht habe.
Weil ich in letzter Zeit unheimlich viele Sachen ausprobiere, ist mein Vorratsschrank relativ voll. So müsste ich jedes Mal, wenn ich etwas aus der letzten Reihe brauche, alles davor rausräumen. Müsste... Das geht auch anders, dachte ich mir, und irgendwie bekam ich mit einer ausgefeilten Technik auch die Dinge aus der letzten Reihe aus dem Schrank, ohne ihn vorher auszuräumen.


Irgendwann kam es dann, wie es kommen musste, und ausgerechnet das Glas mit der Aprikosen-Rosmarin-Konfitüre fiel aus dem Schrank und zerbrach. So ausgefeilt war die Technik dann wohl doch nicht. Aber glaubt nicht, dass ich den Schrank jetzt ausräume. Ich achte nur darauf, dass die besonderen Lebensmittel etwas sicherer stehen.
Warum ich Euch das alles erzähle? Na ja... Als die Konfitüre so vor mir auf der Arbeitsplatte lag, konnte ich natürlich nicht widerstehen und musste probieren. Und was soll ich sagen? Sie war echt lecker. Doppelt ärgerlich.
Aber dann kam der typische Selbermacher-Gedanke: "Das kann ich doch auch" und so ist dieses Rezept entstanden:


Zutaten:
1 kg Aprikosen
500 g Gelierzucker 2:1
3-4 Zweige Rosmarin

Zubereitung:
1) Die Aprikosen überbrühen, abschrecken, abkühlen lassen, enthäuten, entsteinen und vierteln. Von den Rosmarinzweigen die Nadeln abzupfen und klein hacken.

2) Aprikosenviertel, Rosmarin und Gelierzucker aufkochen und mind. 4 Minuten kochen. Nach gelungener Gelierprobe heiß in ausgekochte Gläser füllen und direkt verschließen. Abkühlen lassen.

Ich persönlich esse Konfitüre ja super gern zu Käse.


Der Rosmarin stammt übrigens wieder von meinem Balkon. In diesem Jahr stehen da sogar fünfzehn Kräutertöpfe - neben Erdbeeren, Tomaten, Chili, Himbeeren, Stachelbeeren und Karotten. Na ja, jetzt kann ich meine Gäste den Sommer über zwar nur einzeln einladen, aber es geht halt nichts über frische Zutaten direkt vom Balkon.

Apropos Kräuter... Tanja von Liebe & Kochen sucht zu ihrem ersten Bloggeburtstag Erfrischendes und Leckeres mit Blüten und Kräutern. Und da meine Konfitüre lecker und mit Kräutern ist, reiche ich sie doch einfach mal ein.

https://liebeundkochen.wordpress.com/2015/06/30/blogevent-zum-ersten-geburtstag/

Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend.


Sonntag, 19. Juli 2015

...Erdbeer-Wickeltorte

Es steht mal wieder ein Familiengeburtstag an, dieses Mal der meiner Mama. Da meine Mutter am liebsten Buttercreme mag, war meine erste Idee, eine Erdbeer-Wickeltorte mit Erdbeerbuttercreme zu backen. Am Ende ist dann eine Mandelwickeltorte mit Erdbeerfrosting entstanden. Diese möchte ich Euch heute vorstellen:



Zutaten:
Mürbeteig:
1 Eigelb
75 g Butter
150 g Mehl
50 g Puderzucker

Mandelbiskuit:
40 g Mehl
40 g gemahlene Mandeln
40 g Stärke
1 TL Backpulver
3 Eier
100 g Zucker

Creme:
350 g Doppelrahmfrischkäse, zimmerwarm
350 g Butter, zimmerwarm
200-250 g Puderzucker (nach Geschmack)
120 g Erdbeeren

Deko:
650 g Erdbeeren
30 g gehobelte Mandeln
75 g Erdbeerkonfitüre

Zubereitung:
1) Für den Mürbeteig Eigelb, Butter in Stückchen, Mehl, Puderzucker und 2 EL kaltes Wasser zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Diesen in Folie gewickelt für ca. 20 min. kalt stellen.

2) Für den Mandelbiskuit Backofen auf 200°C vorheizen. Eier trennen. Eiweiß mit 3 EL kaltem Wasser steif schlagen. Währenddessen den Zucker einrieseln lassen. Die Eigelbe unterrühren. Mehl, Mandeln, Stärke und Backpulver mischen und unterheben.

3) Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und ca. 8-10 Minuten backen. Ein Geschirrtuch mit Zucker bestreuen. Den Biskuit darauf stürzen, Backpapier abziehen, Tuchenden einschlagen und auskühlen lassen

4) Den Mürbeteig in einer mit Backpapier ausgelegten Springform ausrollen, mehrmals einstechen und im heißen Ofen ca. 15 Minuten backen. Ebenfalls auskühlen lassen.

5) Für die Creme die Erdbeeren waschen, Stielansatz entfernen und pürieren. Butter mit dem Puderzucker aufschlagen. Frischkäse löffelweise unterrühren. Zum Schluss die pürierten Erdbeeren unterrühren. Kalt stellen.

6) Den Mürbeteigboden auf eine Tortenplatte legen. Den Mandelbiskuit mit ca. 2/3 der Creme bestreichen, in 6 Streifen schneiden. Den ersten Streifen zu einer Schnecke rollen und in die Mitte des Mürbeteigboden setzen, die weiteren Streifen wie eine Schnecke darum legen. Mit der restlichen Creme einstreichen (sollte die Creme zu flüssig sein, mit einem Tortenring arbeiten). Ca. 4 Stunden kühl stellen.

7) Für die Dekoration die Mandeln rösten und abkühlen lassen. Die Erdbeerkonfitüre erhitzen, ggf. durch ein Sieb streichen. Die Erdbeeren waschen und Stielansatz flach abschneiden. Die Mandeln an den Rand der Torte drücken, die Erdbeeren auf die Torte setzen und mit der Konfitüre einstreichen.



Diese rosa-rote Torte passt prima zu Danielas Blogevent, und deswegen reiche ich sie auf den letzten Drücker noch dort ein:

http://ullatrullabacktundbastelt.blogspot.de/2015/06/pink-pink-pink-sind-alle-meine-tortchen.html

Da der Geburtstag erst heute ist und das Event heute endet, musste alles etwas schneller gehen. Leider sind die Fotos nicht ganz so scharf geworden. Fotografiere ja immer noch mit meinem Handy. Eine anständige Kamera steht aber ganz oben auf meiner Wunschliste.

Außerdem  werde ich heute auch zum ersten Mal eine angeschnittene Torte mit zum Geburtstag bringen. Aber das ist wohl das Schicksal der Bloggerangehörigen: Angeschnittene Torten, Warten aufs Essen... Dafür gibt es auch ständig neue leckere Kreationen. Ich finde, das entschädigt für alles.



Euch allen noch einen schönen Sonntag!

Montag, 6. Juli 2015

...gefülltes Monkey-Bread mit rotem Pesto

Sommerzeit ist Grillzeit.

Auch mich hat letztes Wochenende eine Einladung zum Grillen erreicht. Aber was kann ich mitbringen? Wie bereits berichtet habe ich zum Jahreswechsel Monkey Bread für mich entdeckt und freue mich über jede Gelegenheit damit zu experimentieren. Für mein Geburtstagsbrunchbuffet habe ich zum ersten Mal die herzhafte Variante mit Pesto ausprobiert. Allerdings ist bei genau diesem Buffet das gefüllte Pull-Apart-Bread besser angekommen. So kam ich auf die Idee, beides zu kombinieren und entstanden ist ein Monkey-Bread gefüllt mit Schafskäse und Oliven und umhüllt mit rotem Pesto. Letzteres habe ich einfach deshalb gewählt, weil ich es lieber mag als grünes.


Soviel zu meinen Beweggründen, nun zum Rezept:

Zutaten:
Hefeteig:
1/4 l Milch
1 Würfel Hefe
500 g Mehl
1 EL Zucker
1/2 EL Salz
2 Eier
175 g weiche Butter
 
Pesto:
1 Knoblauchzehe
1 TL Pinienkerne
1 kleine rote Chilischote
6 Stängel Thymian
100 g getrocknete Tomaten in Öl
25 g Parmesan
70 ml Olivenöl

Füllung:
180 g Schafskäse
50 g entsteinte schwarze Oliven

Zubereitung:
1) Für den Hefeteig Milch lauwarm erwärmen, Hefe hineinbröckeln und unter Rühren auflösen. Mehl, Zucker, Salz und Eier in eine Schüssel geben, Hefemilch zugießen und mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem geschmeidigen Teigen verkneten, dabei die Butter in Flöckchen unterkneten.
 
2) Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen lassen.
 
3) Für das Pesto die Pinienkerne goldbraun rösten, den Knoblauch und die Tomaten grob hacken, die Chilischote halbieren, Trennwände und Kerne entfernen, ebenfalls grob hacken, den Parmesan reiben, vom Thymian die Blättchen abrupfen und alles vermengen. Das Olivenöl dazugeben und mit dem Pürierstab pürieren.
 
4) Für die Füllung den Schafskäse in Würfel und die Oliven in Scheiben schneiden.
 
5) Eine Springform (ich habe eine 28er genommen, eine 26er sollte aber auch genügen) mit Rohrboden gut fetten und mit Mehl ausstäuben.
 
6) Nun vom Hefeteig kleine Portionen abreißen, zu Bällchen formen, diese dabei mit Schafskäse und Oliven füllen, im Pesto wenden und dicht an dicht in die Form setzen. Nochmal ca. 40 min. zugedeckt gehen lassen.
 
7) Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
 
8) Das Monkey-Bread im vorgeheizten Ofen ca. 50-55 min. backen. Nach ca. 20 min. mit Alufolie abdecken.
  
Das Pesto ist durch das Backen relativ dunkel geworden, schmeckt aber wider Erwarten kaum nach Röstaromen (sagt sogar meine Mama, und die ist immer ehrlich).
 
 
Nachdem sowohl meine Familie als auch die Gäste der Grillparty dem Brot das Prädikat "lecker" verliehen haben, möchte ich damit am Blogevent der lieben Sarah vom Knusperstübchen, die übrigens auch schon auf die Idee gekommen ist, Monkey Bread zu füllen, teilnehmen.
Sarah sucht nämlich unsere liebste Knuspersommer Leckerei.
 
http://knusperstuebchen.net/2015/06/21/knuspersommer2015/
 
So, und jetzt heißt es Daumen drücken, dass der Sommer noch lange so schön bleibt und wir noch ganz viele Gelegenheiten haben, die tollen Knuspersommer-Rezepte auszuprobieren.
 
Euch noch einen schönen Abend!
 

Donnerstag, 18. Juni 2015

...Aprikosen-Pistazien-Torte - oder stille Post mal anders

Habt Ihr früher auch Stille Post gespielt? Das Spiel, bei dem man seinem Nachbar etwas ins Ohr flüstert, der flüstert es wiederum seinem Nachbar ins Ohr und am Ende der Kette schaut man, was daraus geworden ist?
Ähnlich interessant ist es wohl zu sehen, was aus Rezepten wird, wenn Sie immer wieder weitergegeben, umgerechnet und etwas abgewandelt werden.


Zum Geburtstag meines Papas habe ich mir auf dem tollen Blog MaLu's Köstlichkeiten die Aprikosen-Pistazientorte ausgesucht, auf eine 28er Springform angepasst und die Mengen den ein wenig den Packungsgrößen angepasst. Herausgekommen ist das folgende Rezept:

Zutaten:
Für den Mandelbiskuit:
40 g gem. Mandeln
30 g Puderzucker
2 Eier Gr.M
2 Eigelb
2 Eiweiß
30 g Zucker
50 g Mehl
2 Tl. flüssige Butter

Für den Pistazienbiskuit:
2 Eigelb
35 g Pistazienpaste (ich habe Pistazien mit 2 Teel. Öl im Mörser vermahlen)
60 g Zucker
2 Eiweiß
30 g Mehl
30 g gemahlene Mandeln
2 Tl flüssige Butter
15 g gehackte Pistazien

Für das Aprikosenkompott:
540 g Aprikosen ( ich habe gesüßte aus der Dose verwendet)
30 g Zucker
5 Blatt Gelatine

Für das Joghurtmousse:
500 g Joghurt 3,5%
120 g Zucker
Vanille aus der Mühle
8 Blatt Gelatine
400 ml Schlagsahne

Für das Topping:
180 g Aprikosen
10 g Zucker
1 Blatt Gelatine
30 g gehackte Mandeln

Zubereitung:
1) Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Für den Mandelbiskuit Mandeln, Puderzucker, Eier und Eigelb weißschaumig verrühren. Eiweiß und Zucker zu steifem Schnee schlagen. Die Hälfte davon unter die Mandelmasse heben. Das Mehl darübersieben und unterrühren. Zum Schluss vorsichtig den restlichen Eischnee und die flüssige Butter unterheben. Den Teig gleichmäßig in eine 28 cm Durchmesser Springform streichen und ca. 10-15 Min. backen, bis er sich wattig anfühlt.

2) Für den Pistazienbiskuit Pistazienpaste, 30 g Zucker und das Eigelb cremig rühren. Eiweiß und die restlichen 30 g Zucker zu steifem Schnee schlagen. Die Hälfte davon unter die Eigelbmasse rühren. Den restlichen Eischnee hinzufügen und darauf das Mehl sieben und die Mandeln streuen. Alles vorsichtig unterheben. Den Teig gleichmäßig in eine 28 cm Durchmesser Springform streichen, mit den gehackten Pistazien bestreuen und ca. 10-15 Min. backen, bis er sich wattig anfühlt.

3) Für das Aprikosenkompott Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Aprikosen in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Zucker in einem Topf aufkochen lassen. Vom Herd ziehen und die eingeweichte Gelatine hinzufügen, auflösen und glattrühren. 1-2 Stunden kaltstellen, bis das Kompott zu gelieren beginnt.

4) Für das Joghurtmousse Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Sahne steifschlagen und beiseite stellen. Joghurt und Zucker mit der Vanille verrühren. Eingeweichte Gelatine in einem kleinen Topf auf leichter Hitze auflösen und dann mit 1-2 Esslöffeln Joghurt verrühren. Diese Mischung dann mit der restliche Joghurtmasse glattrühren. Nun die steifgeschlagene Sahne gleichmäßig unterheben.

5) Den Pistazienboden auf eine Kuchenplatte legen und einen Tortenring darauf setzen. Hierauf  das Aprikosenkompott verteilen und glattstreichen.
Den Mandelbiskuit darauflegen und leicht andrücken. Nun die Joghurtmousse einfüllen, glätten und die Torte abgedeckt für 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

6) Für das Topping Gelatine 5 Minute in sehr kaltem Wasser einweichen. Aprikosen pürieren und mit dem Zucker zum Kochen bringen. Gelatine ausdrücken, hinzufügen, auflösen und glattrühren.  Abkühlen lassen. Mandeln in einer Pfanne rösten und ebenfalls abkühlen lassen.

7) Den Fruchtspiegel auf die Torte streichen und mit Mandeln verzieren.


Zu meinem Geburtstag habe ich dann das Buch "Törtchen und Tartelettes" von Matthias Ludwigs bekommen und konnte das Originalrezept mit meinem vergleichen. Während die Mengen für den Pistazienboden fast identisch sind, haben sich die Mengen für die Joghurtmousse verdoppelt. Bestimmt ein Prozess, der bei Rezeptübernahme, ständig vonstatten geht, aber trotzdem irgendwie spannend.

Vielleicht setz ich meiner Familie auch bald mal die Torte nach dem Originalrezept vor.

Euch allen eine gute Nacht

Sonntag, 14. Juni 2015

...ein Fuchskissen

Papa Fuchs ist mit seiner Familie umgezogen. Zum ersten Besuch im neuen Heim wollte ich jedem eine Kleinigkeit mitbringen. Für Mama und Papa gab es eine selbstgemachte Brotbackmischung und Salz. Für den kleinen Sprössling der Familie habe ich ein Fuchskissen genäht. Selten genug liegt das Motiv so sehr auf der Hand wie in diesem Fall.


Als Grundlage habe ich den Stofffuchs von Buttinette  genommen und Kopf, Körper und Schwanz zu einem Schnittteil zusammengefasst. Das Bodenteil habe ich weggelassen.

Bei diesem Kissen habe ich sowohl für das Kissen selbst als auch für die Applikationen Fleecestoffe verwendet.


Irgendwie habe ich das Gefühl, dass meine allerersten Applikationen vor vier Jahren die schönsten waren und seitdem vor allem die kleinen Rundungen immer weniger klappen. Womit wir mal wieder bei meinem Motto wären... "Nicht perfekt, aber mit ganz viel Liebe gemacht". Für gerade, akkurate Nähte bin ich halt einfach nicht gemacht.

Aber solange ich mit meinen schiefen Nähten Menschen glücklich machen kann, macht mich das glücklich.

Euch noch einen schönen Sonntag!

Freitag, 12. Juni 2015

...Schachbrett-Torte 2.0

Meine Oma hatte früher ein Repertoire von zwei Torten, die sie zu jedem Anlass gebacken hat: Schwarzwälder Kirschtorte und Schachbrett-Torte. Letztere war eine helle Biskuittorte mit einer Lage Vanillebuttercreme und einer Lage Schokoladenbuttercreme, auf die am Ende feinsäuberlich ein Schachbrett aus beiden Buttercremesorten aufgespritzt wurde. Leider habe ich auf die Schnelle kein Foto von Omas Torte finden können. Sollte ich noch eins finden, reiche ich es gerne nach.
Vor Kurzen feierte Oma ihren 99. Geburtstag und ich entschied, zur Feier des Tages mal wieder eine Schachbrett-Torte zu backen, allerdings neu interpretiert.


Statt eines hellen Biskuits verwendete ich einen Schokobiskuit und die Füllung bestand nur aus heller Buttercreme. Schokobuttercreme nahm ich nur für die Verzierung. Die Inspiration für das Muster am Rand habe ich von Sarah vom Knusperstübchen, die das auch sehr schön im Detail erklärt.


Hier das Rezept im Detail:

Zutaten:
Für den Schokobiskuit:
4 Eier
3 EL kaltes Wasser
160 g Zucker
65 g Mehl
65 g Speisestärke
30 g  Kakao
1 TL Backpulver

Für die Buttercreme:
1 l Milch
2 Pck. Vanillepuddingpulver
10 EL Zucker
500 g Butter
2 EL Kakao

Für die Deko:
50 g weiße Kuvertüre
50 g Vollmilchkuvertüre

Zubereitung
1) Für den Schokoladenbiskuit die Eier trennen. Die Eiweiße mit 3 EL kaltem Wasser zu steifem Schnee schlagen, den Zucker dabei unter Rühren einrieseln lassen. Die Eigelbe auf der niedrigsten Stufe kurz unterziehen.

2) Mehl, Speisestärke, Kakao und Backpulver vermischen, auf die Eiermasse sieben und so kurz wie möglich unterheben.

3) Den Teig in eine am Boden mit Backpapier ausgelegte 26er Springform geben. In den nicht vorgeheizten Backofen stellen und bei 160°C knapp 40 Minuten backen.

4) Für die Buttercreme 10 EL von der kalten Milch abnehmen  und mit dem Puddingpulver und dem Zucker verrühren. Den Rest der Milch zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen und das angerührte Puddingpulver mit dem Schneebesen einrühren. Nochmals aufkochen lassen. Den Pudding umfüllen, mit Klarsichtfolie abdecken, damit sich keine Haut bildet, und abkühlen lassen.

5) Gleichzeitig die Butter aus dem Kühlschrank nehmen. Butter und Pudding müssen die gleiche Temperatur haben.

6) Butter schaumig rühren und Pudding löffelweise darunter geben.

7) Den Boden einmal waagerecht durchschneiden. Um den unteren Boden einen Tortenring legen. Den zweiten Boden in 6 ca. 2 cm breite Ringe schneiden. 1., 3. und 5. Ring (von außen nach innen gezählt) mit je 2 cm Abstand auf den Boden legen. Die Zwischenräume mit Buttercreme füllen. Übrige Teigringe auf diese Cremeringe legen. Wieder Creme in die Zwischenräume füllen und auf die Torte streichen.  Kühl stellen.

8) Die restliche Creme auf zwei Schüsseln verteilen und die Hälfte mit dem Kakao vermischen. In zwei Spritzbeutel mit Lochtülle füllen (da ich keine zwei Lochtüllen besitze, habe ich einfach zwei Einwegspritzbeutel entsprechend abgeschnitten. Nun vertikal auf die Torte abwechselnd einen dunklen und einen hellen Punkt spritzen. Diese mit einem Spatel oder mit einem Teelöffel nach rechts ziehen. Etwa in der Mitte die nächsten Punkte in der jeweils anderen Farbe ansetzen. So den ganzen Rand der Torte verzieren.

9) Mit einem Sparschäler von der Kuvertüre Späne abschaben. Beide Sorten mischen und damit die Oberfläche der Torte verzieren.


Wie Ihr Euch sicher denken könnt, war die Torte relativ mächtig und mehr als ein Stück hat irgendwie keiner geschafft. Vielleicht benutze ich beim nächsten Mal noch einen hellen Biskuit und reduziere die Buttercreme. Mal sehen!

Ein sonniges Wochenende wünsche ich Euch!

Montag, 25. Mai 2015

...ein Jeden-Tag-ein-Granny-Square-Projekt - kurzer Zwischenbericht

Endlich komme ich mal wieder zu von meinem "Jeden-Tag-ein-Granny-Square-Projekt" zu berichten. Ich sollte es wohl eher umbenennen in "FÜR-jeden-Tag-ein-Granny-Square-Projekt". Da ich nicht jeden Tag zum Häkeln komme, kommt es öfter mal vor, dass ich einige Grannies auf einmal häkle. Aber immerhin habe ich für jeden Tag seit Beginn des Projekts ein Quadrat gehäkelt.


Da ich die Wollknäuel nacheinander aufgebraucht habe bzw. immer noch aufbrauche, ist das Verhältnis zwischen den Farben noch relativ unausgewogen. Bisher habe ich 27 rosa, 19 lila und 5 graue Quadrate.



Wie Ihr seht, bin ich zwar mit dem Häkeln auf dem neuesten Stand, nicht aber mit dem Fäden vernähen, eine Arbeit, die ich äußerst ungern verrichte. Ich weiß ganz genau, dass es keine gute Idee ist, so viel davon anzusammeln, aber jetzt ist es halt so, und ich versuche meinen nächsten Zwischenbericht als Motivation zu sehen, alle Fäden vernäht zu haben.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Euch allen noch einen schönen Pfingstmontag!

Sonntag, 17. Mai 2015

...Ingwer-Zitronen-Limonade

Letzte Woche war ich in München und habe - ja, ich weiß, ich bin mal wieder verdammt spät dran - zum ersten Mal selbstgemachte Limonade getrunken. Jetzt frage ich mich, warum ich das nicht schon viel früher gemacht habe. Die war nämlich super lecker.

Ich habe selbstgemachte Limonade ja schon länger auf meiner "Könnte man mal ausprobieren"-Liste stehen, aber bisher gab es nicht wirklich einen Anlass und ich wusste auch nicht, wie lecker die ist.

Nach letzter Woche gab es kein Halten mehr und ich habe mich direkt ans Experimentieren gemacht. Die Limonade im Restaurant bestand aus Ingwer, Zitronen, Läuterzucker, Thai-Basilikum und Sodawasser.


Ich dachte mir, statt Läuterzucker könnte man ja direkt Sirup als Basis für die Limonade herstellen und so ist dieses Rezept entstanden:

Zutaten Sirup:
1 l Wasser
4-5 unbehandelte Zitronen
250 g Ingwer
500 g Zucker

Zubereitung Sirup:
1) Die Zitronen heiß waschen. Die Schale dünn mit dem Sparschäler abschälen. Dabei darauf achten, dass man nur das Gelbe erwischt, das Weiße schmeckt bitter. Die Zitronen auspressen. Den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Zitronenschale, Zitronensaft und Ingwer mit dem Wasser aufkochen. Ca. 20 Minuten zugedeckt köcheln. Dann abseihen.

2) Das Ingwer-Zitronen-Wasser mit dem Zucker aufkochen und köcheln lassen, bis es eine sirupartige Konsistenz hat. Heiß in Flaschen abfüllen.

Der so entstandene Sirup dient als Basis für die Limonade. Dazu kommen noch Eiswürfel, Zitronenscheiben, Thaibasilikum und Mineralwasser. Ich habe ca. 2 Esslöffel Sirup pro 100 ml Mineralwasser verwendet.


Dass ich dieses Rezept mal toll finden würde, hätte ich mir früher nie träumen lassen. Ich mochte nämlich lange keinen Ingwer, weder am Essen noch in Getränken, weder eingelegt noch kandiert. Das hat sich inzwischen komplett geändert und ich benutze Ingwer inzwischen in den unterschiedlichsten Formen.



Das schreit doch förmlich nach "Geschmackswandel", womit wir auch schon beim Blogevent zum 1. Bloggeburtstag von Jankes*Soulfood wären. Unter dem Motto Früher "Bäh" - heute "Yeah" sucht Janke nach Rezepten oder Zutaten, die wir früher gar nicht mochten und heute lieben.

http://jankessoulfood.blogspot.de/p/geschmackswandel-fruher-bah-heute-yeah.html
 
 
Das passt doch!
 
Euch noch einen schönen Sonntag!
 

Donnerstag, 30. April 2015

...Schlauchschals

Ich gehöre noch zu denjenigen, die Stricken in der Schule gelernt haben. Damals allerdings war Stricken irgendwie den Omas vorbehalten und man wäre nie auf die Idee gekommen, außerhalb der Schulbank freiwillig dieses Hobby zu verfolgen.

Und so habe ich fast 20 Jahre nicht gestrickt, bis ich, um einen Geburtstagswunsch zu erfüllen, mein verstaubtes Wissen nochmal ausgegraben habe und vereint mit Anleitungen aus dem Netz eine Mütze mit Ohrenklappen und Schirm entstanden ist. Davon gibt es leider kein Foto.

Motiviert von dem recht guten Ergebnis habe ich dann noch eine Kindermütze und ein Paar Hausschuhe gestrickt, die ich in der Waschmaschine verfilzt habe. Zumindest davon gibt es ein Bild.

 
 
Danach war es mit der Strickleidenschaft dann aber auch schon wieder vorbei, bis ich vor einiger Zeit auf die Idee kam, mir einen Schlauchschal zu stricken. So schwer kann das ja nicht sein, dachte ich, schließlich habe ich schon Mützen gestrickt. So bin ich auf der Suche nach einer Anleitung auf YouTube fündig geworden und habe im Zuge dessen YouTube für mich entdeckt. Leider finde ich besagtes Video nicht mehr, um es für Euch zu verlinken.
 
Ich muss zugeben, ich bin vorher nie auf die Idee gekommen, YouTube zu Rate zu ziehen. Im Nachhinein kann ich das irgendwie nicht mehr nachvollziehen, denn gerade bei Handarbeiten sind Videos echt anschaulicher als Beschreibungen oder Zeichnungen. Aber da erzähl ich Euch ja nichts Neues.
 
Nachdem mein erster Schal fertig war, beschloss ich, zu den folgenden Geburtstagen einfach jedem einen Schlauchschal zu stricken und so sind über zehn Schals entstanden, die leider schneller verschenkt als fotografiert waren. Immerhin die letzten beiden haben es vor die Kamera geschafft.
 
 
 
Die Farben habe ich für jede Trägerin individuell ausgesucht. Gestrickt habe ich mit Bravo Big von Schachenmayr, die speziell für Schlauchschals konzipiert ist. Ein Knäuel reicht genau für einen Schal und auf der Innenseite der Banderole findet man die Anleitung für genau diese Schals.
 
 
 
 
Irgendwie habe ich das Gefühl, die Zeit der Schlauchschals ist für mich auch noch nicht ganz vorbei, da immer wieder neue Farben auf den Markt kommen.
 
 
Für mich selbst bin ich mit der Farbwahl immer besonders mutig und deswegen liebäugle ich für meinen nächsten Schal mit der Farbe graphit.
 
Jetzt, wo der Post fast fertig ist, fällt mir auf, dass er thematisch nicht so ganz in die Jahreszeit passt. Na ja, im Winter Wollschals posten kann ja jeder. Und beim Verschenken habe ich ja auch keine Rücksicht auf die Jahreszeit genommen und selbst Mitte Juli Strickschals verschenkt. Gefreut haben sich die Beschenkten auch bei 30°C Außentemperatur. Der nächste Winter kommt bestimmt.
 
Jetzt allerdings ist erstmal Frühling und die nächsten Posts werden besser passen. Versprochen!
 
Euch allen noch einen schönen Abend und ein schönes langes Wochenende!




Dienstag, 28. April 2015

...Sonntagsbrunch

Ich liebe Brunchen! Und ich liebe es, neue Rezepte auszuprobieren.

So beschloss ich, dieses Jahr anlässlich meines Geburtstags mal wieder zum Brunch zu laden und im Rahmen dessen das ein oder andere Rezept auszuprobieren, das sich für eine Person nicht lohnt.

 
Neben altbewährten Speisen wie Nudel- und Bulgursalat, Tomaten-Mozarella-Spießen, Antipasti, Lachs-Lauch-Quiche, Obstsalat, Waffelteig und diversen Dips fanden dieses Mal auch ein Monkey-Bread mit Pesto, ein mediterranes Pull-Apart-Bread, Parmesan-Popovers und Chocolate Cookie Dough Cheesecake den Weg aufs Buffet.
 
Das gesamte Buffet war eine Just-in-time-Produktion. Deswegen kam ich leider kaum zum Fotografieren. An dieser Stelle möchte ich nochmal der lieben Mara danken, die mir auch noch ein paar Fotos zur Verfügung gestellt hat. Dankeschön!
 
Wie sooft war auch dieses Mal ein Risiko dabei, Rezepte, die ich vorher nie ausprobiert hatte, direkt meinen Gästen vorzusetzen, aber es ist auch dieses Mal wieder gut gegangen. Ich wurde sogar des Öfteren nach den Rezepten gefragt, die ich Euch deswegen heute vorstellen möchte.
 
Für das Pull-Apart-Bread und das Monkey-Bread habe ich eine große Schüssel Hefeteig zubereitet.
 
Zutaten Hefeteig:
1/2 l Milch
2 Würfel Hefe
1 kg Mehl
2 EL Zucker
1 EL Salz
4 Eier
350 g weiche Butter
 
Zubereitung Hefeteig:
1) Milch lauwarm erwärmen, Hefe hineinbröckeln und unter Rühren auflösen. Mehl, Zucker, Salz und Eier in eine Schüssel geben, Hefemilch zugießen und mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem geschmeidigen Teigen verkneten, dabei die Butter in Flöckchen unterkneten.
 
2) Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen lassen.
 
Danach habe ich den Hefeteig geteilt und aus einer Hälfte das herzhafte Monkey-Bread zubereitet. Das Rezept stammt aus Lecker Bakery Spezial Nr. 01/2015
 
 
Zutaten Monkey-Bread:
Hälfte des Hefeteigs
etwas Butter + Mehl für die Form
1 Glas Pesto
 
Zubereitung Monkey-Bread:
1) Eine 26er Springform mit Rohrbodeneinsatz (ich habe eine Frankfurter Kranz-Form verwendet) gut einfetten und mit Mehl ausstäuben.
 
2) Pesto in eine Schüssel geben. Den Teig mit bemehlten Händen kurz durchkneten, halbiere, zu zwei ca. 40 cm langen Rollen formen und in ca. 20 Scheiben schneiden. Aus den Scheiben Bällchen formen, diese im Pesto wenden und dicht an dicht in die Form setzen. Nochmal ca. 40 min. zugedeckt gehen lassen.
 
3) Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
 
4) Das Monkey-Bread im vorgeheizten Ofen ca. 50-55 min. backen. Nach 30 min. ggf. mit Alufolie abdecken.
 
Ich persönlich finde an Monkey-Bread ja am besten, dass man es mit den Fingern auseinander reißt. Meine Gäste waren dazu zu gut erzogen und habe es in Scheiben geschnitten. Dem Geschmack hat das natürlich keinen Abbruch getan.
 
Die zweite Hälfte des Hefeteigs habe ich zu einem mediterranen Pull-Apart-Bread verarbeitet. Die Inspiration für die Füllung habe ich von hier.
 
 
Zutaten Pull-Apart-Bread:
Hälfte des Hefeteigs
etwas Butter für die Form
30 g TK-Blattspinat
70 g getrocknete Tomaten in Öl
40 g schwarze, entkernte Oliven
180 g Schafskäse
 
Zubereitung Pull-Apart-Bread:
1) Spinat auftauen. Eine Kastenform einfetten.
 
2) Oliven, Tomaten, Spinat und Feta klein schneiden.

3) Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem ca. 5 mm dicken Rechteck ausrollen. Oliven, Tomaten, Spinat und Feta darauf verteilen und in Rechtecke schneiden, die etwas kleiner sind als die Breite und Länge der Kastenform. Die Rechtecke können ruhig ungleichmäßig sein.
4) Die Kastenform hochkant an der Wand anlehnen, die Rechtecke in die Form und leicht aufeinander drücken.

5) Das Brot nun nochmal ca. 20 min. gehen lassen.

6) Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

7) Das Brot im vorgeheizten Backofen ca. 40 - 45 min. backen.

Die Mengen sind so angegeben, wie ich sie verwendet habe. Beim nächsten Mal werde ich die Mengen wahrscheinlich noch ein bisschen erhöhen.

Bisher habe Popovers nur in der süßen Version ausprobiert. Dieses Mal war die herzhafte dran. Hier habe ich das Rezept für Parmesan-Popovers gefunden.


Zutaten Popovers:
440 ml Milch
250 g Mehl
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
3 Eier
80 g Parmesan, gerieben
1 EL getrocknete Kräuter (Rosmarin, Thymian, Basilikum etc.)
1 Knoblauchzehe, gepresst
etwas Olivenöl
etwas Butter
 
Zubereitung Popovers:
1) Backofen auf 200 Grad vorheizen.
 
2) Eier mit dem Handrührgerät aufschlagen. Milch und Salz zugeben und weiterschlagen. Mehl mit Backpulver vermischen, zur Eiermasse geben und zu einem Teig verrühren.
 
3) Die Mulden einer Muffinform mit etwas Öl einpinseln und die Form für 5 Minuten in den Backofen geben, damit sie sich erhitzt.
 
4) Parmesan mit den Kräutern und Knoblauch vermengen.
 
5) Mulden bis zum Rand mit dem Teig füllen. Parmesanmischung auf den Teig geben und ein kleines Stück Butter auflegen. 15 Minuten backen (in dieser Zeit nicht den Backofen öffnen). Nun den Backofen auf 180 Grad herunterdrehen und die Popovers nochmals 10 Minuten backen.
 
6) Die Popovers aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen.
 
Auf einem Brunchbuffet darf auch die süße Komponente nicht fehlen. Hier habe ich mich u.a. für den Chocolate Cookie Dough Cheesecake entschieden. Das Rezept stammt ebenfalls aus der Lecker Bakery Spezial Nr. 01/2015.
 
 
Die Mengenangaben beziehen sich auf eine Blechkuchen-Springform (ca. 38 cm x 25 cm). Für eine 26er Springform einfach die Mengen halbieren und die Backzeit entsprechen auf ca. 30 - 35 min. verringern.
 
Zutaten Cheesecake:
etwas + 400 g weiche Butter
250 g Zartbitterschokolade
300 g + 100 g + 150 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
Salz
6 Eier
600 g + etwas Mehl
2 gehäufte TL Backpulver
800 g Frischkäse (ich mische immer fettreduzierten und Doppelrahm-Frischkäse)
400 g saure Sahne
4 EL Speisestärke
 
Zubereitung Cheesecake:
1) Den Boden der Form mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten.
 
2) Für den Cookieteig 200 g Schokolade hacken. Hälfte im Wasserbad schmelzen. 400 g Butter, 300 g Zucker, Vanillezucker und eine Prise Salz mit den Schneebesen des Handrührgeräts cremig aufschlagen. 2 Eier unterrühren. 600 g Mehl und Backpulver mischen und unter die Butter-Zucker-Mischung rühren. Gehackte Schokolade unterrühren. Ca. 1/4 des Teiges abnehmen, grob zu Stücken formen und kühl stellen. Geschmolzene Schokolade unter den restlichen Teig rühren. Den Teig in die Form drücken, einen Rand formen. Die Form ca. 30 min. kühl stellen.
 
3) Für die Käsemasse 4 Eier trennen. Eiweiß steif schlagen, dabei 100 g Zucker einrieseln lassen. Frischkäse, saure Sahne, Eigelb, Stärke und 150 g Zucker glatt rühren. Den Eischnee unterheben.
 
4) Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
 
5) Die Hälfte der Käsemasse auf den gekühlten Teigboden geben. Die Cookieteigstücke darauf verteilen. Den Rest der Käsemasse darüber geben. Im vorgeheizten Backofen ca. 50 - 55 min. backen.
 
6) 50 g Schokolade hacken. Ofen ausschalten, gehackte Schokolade auf dem Kuchen verteilen. Bei leicht geöffneter Backofentür ca. 20 30 min. abkühlen lassen. Herausnehmen und auskühlen lassen.
 
Der Kuchen ist meiner Meinung nach der absolute Hammer und wird zu einem meiner Standard-Käsekuchen werden.
 
Dies war nun ein kleiner Auszug aus meinen Brunch-Rezepten.
 
Viel Spaß beim Nachbacken!