Montag, 25. Juli 2016

...Mini-Blueberry-Cheesecakes

Wie versprochen gibt es heute ein paar Details zu meinem Projekt "Zuckerfrei". In letzter Zeit bin ich in der Bloggerwelt immer wieder über dieses Thema gestolpert. Wenn ich mir dann die Beweggründe durchgelesen habe, habe ich mich doch sehr oft wieder erkannt. Genascht habe ich schon immer gerne. Als ich vor zwei Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe, habe ich dann noch mein Belohnungs- und Beruhigungssystem komplett auf Eis und Schokolade umgestellt.

Dazu kann ich Euch eine kleine Geschichte erzählen: Als ich mir meinen Termin, zu dem ich mit dem Rauchen aufhören wollte, schon gesetzt hatte, hatte ich abends keine Zigaretten mehr. Wie es sich für einen Süchtigen gehört, habe ich mich um 22 Uhr ins Auto gesetzt und bin zur Tankstelle gefahren, um mir Zigaretten zu kaufen. Als ich so im Auto saß, dachte ich glücklich "Das ist auch etwas, das wegfällt, nachdem Du aufgehört hast". Ein paar Wochen später - ich hatte inzwischen mit dem Rauchen aufgehört - hatte ich abends Lust auf Eis. Ich setzte mich ins Auto und fuhr zur Eisdiele...

Ab diesem Zeitpunkt habe ich darauf geachtet, immer genug Süßigkeiten im Haus zu haben, und habe auch entsprechend viel gegessen, denn Maß und Ziel bei Süßem - das funktionierte bei mir leider nicht.

Entsprechend habe ich mich für die "harte Tour" entschieden und entschlossen, das Experiment "Zuckerfrei" zu wagen. Viele, deren Erfahrungsberichte ich gelesen haben, orientierten sich am 8-Wochen-Programm aus dem Buch "Goodbye Zucker" der Australierin Sarah Wilson. Auch ich habe mir dieses Buch besorgt und vor zwei Wochen mit dem Zuckerentzug begonnnen. Sarah Wilson empfiehlt, nicht direkt komplett auf Zucker zu verzichten, sondern sich langsam zu entwöhnen, dann aber in der Mitte des Programm tatsächlich auf alles, was Zucker enthält, sogar auf Obst zu verzichten.

Da diese absolute Entzugsphase bei mir nächste Woche startet, habe ich quasi die letzte Gelegenheit genutzt und heute nochmal gebacken. Mein aktueller langfristiger Plan ist, nicht komplett auf Süßes zu verzichten, sondern Haushaltszucker und Weizenmehl durch Alternativen zu ersetzen. Deswegen habe ich heute das erste Mal in diese Richtung experimentiert und möchte Euch mein Ergebnis vorstellen.


Zutaten für 6 Mini-Kuchen bzw. einen großen:
1500 g Joghurt bzw. 700 g Frischkäse und 100 g Joghurt
4 Eier
80 g Mandelmehl
4 EL Ahornsirup
1 TL Zitronenabrieb
1 Vanilleschote
500 g Heidelbeeren

1) Falls Ihr den Frischkäse selber machen wollt, den Joghurt in ein Mulltuch geben, dieses zubinden und über eine Schüssel hängen. Den Joghurt über Nacht abtropfen lassen.

2) Am nächsten Tag den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Vanilleschote aufschneiden und das Mark herauskratzen. Frischkäse, Joghurt, Eier, Mandelmehl, Ahornsirup, Zitronenabrieb und Vanilleabrieb verrühren. Die Heidelbeeren waschen und gut abtropfen lassen. Ca. 300g unterrühren.

4) 6 Mini-Springformen oder eine 26er Springform einfetten. Die Käsemasse einfüllen und die restlichen Heidelbeeren darauf verteilen. Ca. 45 min. backen. Im Backofen auskühlen lassen.

Das Ergebnis ist wirklich lecker, wenn auch ungewohnt. Die Konsistenz ist anders als üblich. Dank der Beeren ist genug Süße vorhanden. Auf jeden Fall ist eine Grundlage gelungen, auf der man aufbauen kann. Sobald der total Zuckerentzug vorüber ist, werde ich weiter experimentieren.


Da ich aber in den nächsten Wochen erstmal nichts Süßes backen werde, darf dieses Rezept gleich für zwei Events herhalten. Wie es der Zufall will, passt es sowohl zu Sarahs Knuspersommer als auch zum Calendar of Ingredients - ebenfalls von Sarah vom Knusperstübchen sowie Sandra von Sandra’s Tortenträumereien, Maren von Malu´s Köstlichkeiten, Claudia von Ofenkieker, Yushka von Sugarprincess und Nadine von Sweet Pie.

Sarah sucht für Ihren Knuspersommer in diesem Jahr zitronig-beerige Sommerrezepte.

http://knusperstuebchen.net/2016/06/24/knuspersommer-2016/
  
Die Juli-Zutaten für den Calendar of Ingredients lauten: Heidelbeeren, Frischkäse und Ahornsirup


http://knusperstuebchen.net/2016/07/03/blaubeer-frischkaese-toertchen-mit-ahornsirup-calendar-of-ingredients/

Passt doch, würde ich sagen.

Euch allen einen guten Start in die Woche!



Freitag, 22. Juli 2016

...Projekte


 "Sie lassen sich gerne fremd bestimmen" hat mal jemand zu mir gesagt, als ich von meinen Wochenaufgaben erzählt habe. So würde ich das nicht unterschreiben, obwohl ich ehrlich zugeben muss, dass das mit der Disziplin bei mir besser klappt, wenn ich einen vorgegebenen Rahmen habe. Entsprechend liebe ich Listen und Projekte.


So habe ich vor ein paar Monaten angefangen, meine persönliche Bucket-List zu erstellen, außerdem gibt es eine Jahres-To-Do-Liste. Auf der ersten stehen Dinge, die ich zumindest einmal im Leben tun möchte, auf der anderen eher pragmatische Punkte wie "Küche endlich verkleiden", "Erste-Hilfe-Kurs machen" etc. Es stand auch darauf "Meine erste Fondant-Torte" backen. Wie Ihr wisst, habe ich diesen Punkt inzwischen abhaken können mit der Geburtstagstorte für Oma. So arbeite ich mich langsam durch meine Listen und freue mich jedes Mal, wenn ich etwas streichen kann.

Aber damit nicht genug... Wie zu Anfang erwähnt gibt es auch noch Wochenaufgaben. Diese stelle ich mir nicht selbst, sondern die stellt mir mein Kalender. Ja, Ihr habt richtig gelesen, ich habe einen Kalender mit Wochenaufgaben. "Singe diese Woche jeden Tag unter der Dusche." oder "Buche diese Woche einen Kurzurlaub, den du in den nächsten zwei Monaten antreten musst." oder "Räume die Ecke deiner Wohnung auf, vor der du dich schon lange drückst." Im ersten Quartal 2016 war ich ja noch zu Hause, da waren diese Aufgaben echt super und ich habe sie immer brav erfüllt - manchmal vielleicht etwas abgewandelt, aber immer erfüllt. Inzwischen tu ich mir damit etwas schwerer und komme nicht wirklich nach. Trotzdem habe ich noch immer vor, alle Aufgaben früher oder später zu erfüllen.

Genauso wie ich vorhabe, irgendwann meine Häkeldecke fertigzustellen. Die, die hier regelmäßig reinschauen, haben sicher mitbekommen, dass ich mich letztes Jahr an einer Art 365-Tage-Projekt versucht habe und jeden Tag ein Granny Square häkeln wollte. Da ich davon schon länger nicht mehr berichtet habe, könnt Ihr Euch wahrscheinlich denken, dass das Projekt nicht wirklich erfolgreich war. Das Jeden-Tag-ein-Granny-Square-Projekt ist zwar gescheitert, aber das Projekt Häkeldecke habe ich noch nicht aufgegeben. Einen Zeitplan wird es allerdings nicht mehr geben. Wenn es soweit ist, werde ich Euch mein Werk präsentieren.

Und dann wäre da noch mein Lieblingsthema... das Essen. Ich wäre nicht ich, wenn nicht immer wieder Projekte mit genau diesem Thema zu tun hätten. Von meinem Detox-Experiment und meinem Ayurveda-Urlaub hatte ich Euch ja berichtet. Letztes Jahr im Juni habe ich mich vier Wochen vegan ernährt. Aktuell befinde ich mich mitten im Projekt "Zuckerfrei". Davon werde ich Euch bald ausführlicher berichten.

Ich muss sagen, dass ich es im Zuge solcher Projekte immer besser schaffe, regelmäßig zu kochen, dann aber im Anschluss immer in alte Verhaltensmuster zurückfalle und mir unter der Woche abends für mich immer "was Schnelles" zubereite. Trotz allem bleiben aber immer Zutaten oder Rezepte hängen, und allein dafür lohnt es sich schon.

Da ich mir aber alles selbst aussuche, würde ich nicht von "Fremdbestimmung" reden. Nennen wir es doch einfach "Disziplinnachhilfe". Kennt Ihr das auch? Habt Ihr auch solche Projekte?

Euch allen noch einen schönen Abend und ein schönes Wochenende.




Sonntag, 26. Juni 2016

...eine zweistöckige Geburtstagstorte

Ich habe Euch doch letztens von meinem Tortendekorationskurs berichtet. Den habe ich besucht mit dem Ziel, eine Geburtstagstorte für meine Oma zu backen. Diese wurde nämlich in diesem Jahr 100 Jahre alt. Grund genug, sich besonders viel Mühe zu geben. Das habe ich getan. Und ich wäre nicht ich, wenn die Torte nicht auch ein wenig schief wäre. Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meiner Torte und die Gäste waren durchweg begeistert. Euch möchte ich mein Werk natürlich auch nicht vorenthalten.


Die Zahlen für die Torte habe ich schon eine Woche vorher aus Fondant ausgestochen, mit Zahnstochern gespickt, mit Glanzpuder bepudert und trocknen lassen. Zwei Tage vor dem Großereignis habe ich die Biskuitböden gebacken, einen großen hellen Biskuit, einen kleinen Nussbiskuit. Außerdem habe ich den Fondant eingefärbt und die weiße Ganache vorbereitet und bei Zimmertemperatur über Nacht abkühlen lassen.

Am nächsten Tag habe ich dann die Füllungen vorbereitet. Die untere Torte habe ich mit dieser Erdbeerbuttercreme gefüllt und mit der weißen Ganache überzogen, die obere habe habe ich mit Schokoladenbuttercreme gefüllt und überzogen. Immer wenn die Torten zum Kühlen im Kühlschrank waren, habe ich an den Dekoelementen gearbeitet. Die Schmetterlinge bestehen aus Zuckerspitze, die in einer Silikonform im Backofen getrocknet wurde. Die Perlen habe ich alle selbst gerollt und abgepudert. Ich habe drei verschiedene Abstufungen lila Fondants verwendet. Das erkennt man leider nicht ganz so gut auf den Fotos.

Am Ende habe ich dann die beiden Torten mit Fondant überzogen und die Dekoelemente mit Zuckerkleber festgeklebt. Beim Tortendekorationskurs hat das Überziehen mit Fondant problemlos funktioniert, alleine zu Hause natürlich nicht. Nach drei Versuchen habe ich geschafft, die obere Torte zu bedecken, ohne dass der Fondant gerissen ist, bei der unteren habe ich irgendwann aufgegeben und die Risse bestmöglich mit dem Smoother bearbeitet und mit Perlchen kaschiert. Eigentlich hätte man den Übergang zwischen den beiden Teilen noch mit weißen Perlen verzieren können, aber irgendwann war der Punkt gekommen, an dem ich keine Lust mehr hatte.


Transportiert habe ich mein Werk in Einzelteilen und vorort zusammengesetzt. Zur Präsentation gab es dann noch eine Tortenfontäne. Das war sicherlich nicht die letzte Fondanttorte, die ich gebacken habe. Zum einen macht es echt viel Spaß, zum anderen hat mich der Ehrgeiz gepackt, gibt es doch noch einiges an Optimierungspotenzial.

Habt noch einen schönen Sonntag!


Montag, 20. Juni 2016

...Naked Cake mit Erdbeeren, Basilikum und Holunderblütensirup

Ich bin ja eher der Grobmotoriker und ungeduldig noch dazu. Entsprechend ist Dekoration nicht wirklich meine Stärke. Deswegen gefiel mir die Idee des Naked Cake ganz gut, da dieser quasi ohne Schnickschnack auskommt. Nachteil daran ist, dass er halt einfach nackt ist und man auch nichts kaschieren kann. Trotzdem wollte ich mich endlich an meinen ersten Naked Cake wagen.


Die Juni-Zutaten des "Calendar of Ingredients" von Sarah vom Knusperstübchen, Sandra von Sandra’s Tortenträumereien, Maren von Malu´s Köstlichkeiten, Claudia von Ofenkieker, Yushka von Sugarprincess und Nadine von Sweet Pie schienen mir dazu prädestiniert. In diesem Monat sollen Erdbeere, Holunderblüte und Basilikum verarbeitet werden. Entsprechend entschied ich mich für einen Naked Cake mit einer Erdbeer-Joghurt-Mousse und einer Holunderblüten-Basilikum-Mousse:

Zutaten:
Für den Biskuit:
4 Eier
1 Prise Salz
160 g Zucker
120 g Mehl

Für die Erdbeer-Joghurt-Mousse:
300 g Erdbeeren
200 g Naturjoghurt
40 g Puderzucker
190 g Sahne
20 g Agar-Agar

Für die Holunderblüten-Basilikum-Mousse:
60 ml Holunderblüten-Sirup (je nach Intensität des Sirups ggf. verdünnen)
200 g Naturjoghurt
60 g Puderzucker
2 EL Basilikum
Zitronensaft
100 g Sahne
10 g Agar-Agar

Für die Dekoration:
200 g Erdbeeren

1) Für den Biskuit Backofen auf 180°C vorheizen. Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlafen. Währenddessen den Zucker einrieseln lassen. Die Eigelbe unterrühren. Mehl darüber sieben und unterheben. Den Teig auf zwei 18er Springformen verteilen und ca. 25 Minuten backen. Auskühlen lassen

2) Für die Erdbeer-Mousse Erdbeeren waschen, putzen und pürieren. 200 g des Pürees mit Agar-Agar aufkochen. Ca. 2 Minuten kochen. Das restliche Püree mit Joghurt und Puderzucker verrühren. Daen Topf vom Herd nehmen, 2-3 Löffel der Joghurt-Erdbeermischung unterrühren. Dann den Topfinhalt unter die Joghurt-Erdbeer-Mischung rühren. Ich bin mir nicht sicher, ob man den Temperaturausgleich bei Agar-Agar auch braucht, aber ich mach's sicherheitshalber. Etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen und unter die Joghurt-Erdbeer-Mischung heben. Kalt stellen.

3) Für die Holunderblüten-Basilikum-Mousse Holunderblütensirup mit Agar-Agar aufkochen und ca. 2 Minuten kochen. Joghurt, Zitronensaft nach Geschmack und Puderzucker verrühren. Basilikum klein hacken. Den Topf vom Herd nehmen und 2-3 Löffel Joghurt unterheben. Dann den Sirup und den Basilikum unter den Joghurt mischen. Etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen und unter die Joghurt-Holunderblüten-Mischung heben. Kalt stellen.

4) Die beiden Biskuitböden jeweils einmal in der Mitte durchschneiden. Den untersten Boden mit Erdbeer-Joghurt-Mousse bestreichen. Einen Boden darauf setzen. Diesen mit Holunderblüten-Basilikum-Mousse bestreichen. Wieder einen Boden darauf setzen. Diesen wieder mit Erdbeer-Joghurt-Mousse bestreichen. Den letzten Boden darauf setzen und dünn mit dem Holunderblüten-Basilikum-Mousse bestreichen. Kalt stellen.

5) Für die Dekoration die restliche Mousse in Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und die Erdbeeren putzen. Die Torte mit Mousse-Tuffs und Erdbeeren verzieren.



Was soll ich sagen? Das Ergebnis ist - wie befürchtet - nicht besonders schön, aber das kennt Ihr ja schon von mir. Dazu ist die Erdbeer-Mousse grisselig. Wahrscheinlich habe ich die Sahne zu früh untergerührt. Mit Gelatine kann ich irgendwie besser umgehen, aber da ich gerne dauerhaft auf Agar-Agar umsteigen will, muss ich mich da wohl oder übel jetzt durchbeißen.

Auch das Licht war nicht gerade zum Fotografieren geeignet. Ich mache momentan immer noch Fotos mit dem Handy. Inzwischen bin ich aber stolze Besitzerin einer Systemkamera, nur momentan noch total damit überfordert. Da ich leider keine Autodidaktin bin, werde ich wohl erst einen Kurs besuchen müssen, bevor ich mich intensiver mit Fotografie beschäftigen kann.

Ich weiß, unperfekt ist momentan ja recht modern. Und darin bin ich in der Tat perfekt. Wenn ich mir dann allerdings die wunderschönen Werke der anderen anschaue, die auch noch perfekt fotografiert sind, frage ich mich manchmal, ob ich das Bloggen nicht lieber aufgeben soll... Aber ich mach weiter. Für meine treue Leserin Mara und für alle anderen, um Mut zu machen, auch Unperfektes zu zeigen. 


http://sugarprincess-juschka.blogspot.de/2016/06/erdbeertorte-mit-basilikum-pudding-und.html

Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend



Samstag, 28. Mai 2016

...Schokotorte mit Himbeercreme und Éclairs

Schokolade und Himbeeren sind eine meiner Favoritenkombinationen. Éclairs liebe ich sowieso. Zwei Gründe, die Schokotorte mit süßem Éclair-Geheimnis aus der LECKER Bakery Spezial 01/2016 nachzubacken. Grundlage ist ein Schokokuchen, der mit Schoko- und Himbeercreme sowie mit Schmandcreme gefüllten Brandteigbällchen gefüllt ist.

 
Klingt aufwändig? Ist es auch. Aber der Geschmack und auch die Optik entschädigen auf jeden Fall. Für alle, die die Zeitschrift verpasst haben, habe ich hier nochmal das Rezept für Euch:

Zutaten:
Für den Schokoteig:
200 g Zartbitterschokolade
100 g Sahne
75 g weiche Butter
100 g Zucker
3 Eier
75 g Mehl
2 EL Kakao
1 TL Backpulver
Salz

Für den Brandteig:
30 ml Milch
30 ml Wasser
13 g Butter
50 g Mehl
1 Ei
Salz

Für die Schokocreme:
200 g Zartbitterschokolade
100 g Sahne

Für die Himbeercreme:
2 Blatt Gelatine
250 g Himbeeren
125 g Sahne
1 Päckchen Sahnesteif

Für die Schmandcreme:
200 g Schmand
75 g Zucker

1) Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform (Ich habe eine 18er Springform genommen, im Rezept steht eine 20er) fetten. Für den Schokokuchen Schokolade zerkleinern. Sahne in einem Topf aufkochen. Vom Herd nehmen. Schokolade in der Sahne unter Rühren schmelzen. Butter, 1 Prise Salz und Zucker cremig rühren. Nacheinander die Eier unterrühren. Mehl, Kakao und Backpulver mischen. Erst die Schokosahne, dann die Mehlmischung kurz unterrühren. Teig in die Form streichen und im heißen Ofen ca. 45 min. (laut Rezept 30 min., aber das kommt wie immer auf den Ofen an) backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

2) Backofen auf 200°C vorheizen. Für den Brandteig Milch und Wasser mit 1 Prise Salz und Butter erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Aufkochen und vom Herd ziehen. Mehl auf einmal zugeben und mit einem Holzlöffel verrühren. Brandteig abbrennen, d.h. den Topf wieder auf den Herd stellen und bei niedriger Hitze so lange rühren, bis sich der Teig als Kloß vom Topfboden löst und dort eine weiße Schicht bildet. Den Teig in eine Schüssel umfüllen und das Ei mit den Knethaken des Handrührgeräts unterrühren. In einen Spritzbeutel füllen und kleine Tuffs auf ein mit Backpapier belegtes Backblech spritzen. Ca. 20 min. backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

3) Für die Schmandcreme Schmand mit Zucker steif schlagen, in einen Spritzbeutel mit Fülltülle füllen. Die abgekühlten Brandteigbällchen damit füllen.

4) Für die Schokocreme Schokolade zerkleinern. Sahne aufkochen und vom Herd ziehen. Schokolade darin unter Rühren schmelzen. Abkühlen lassen, bis die Masse cremig ist. Dabei öfter umrühren. Die Hälfte der Schokocreme in einen Spritzbeutel füllen, den Rest beiseite stellen.

5) Den Schokokuchen waagrecht halbieren. Einen Tortenring unter den untern Boden legen. Diesen mit den Mini-Éclairs belegen. Schokocreme in die Hohlräume spritzen. 30 min. kalt stellen.

6) Für die Himbeercreme Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Himbeeren pürieren und passieren. Die Hälfte des Fruchtmarks erhitzen. Gelatine ausdrücken und darin auflösen. Restliches Mark unterrühren und vom Herd ziehen. Etwas abkühlen lassen. Sahne steif schlagen, dabei Sahnesteif einrieseln lassen. Beeren-Gelatine-Mix unter die Sahne heben. Auf die Torte streichen und 2 Stunden kalt stellen.

7) Die restliche Schokocreme überm Wasserbad erwärmen, bis sie streichfähig ist. Tortenring lösen und entfernen. Die Torte mit der Schokocreme einstreichen und noch mal 30 min. kalt stellen.


Viel Spaß beim Nachbacken und noch ein schönes Wochenende!





Dienstag, 17. Mai 2016

...Spargel-Erdbeer-Salat mit Mascarpone-Joghurt-Topping

Ich liebe Spargel! Leider nutze ich die Spargelzeit jedes Jahr eigentlich viel zu wenig. Dieses Jahr gab es zumindest bei Mama schon einmal Spargel. Vorgestern habe dann auch ich endlich zum ersten Mal Spargel gekauft. Wie es der Zufall will, ist Spargel auch eine der Mai-Zutaten des "Calendar of Ingredients" von Sarah vom Knusperstübchen, Sandra von Sandra’s Tortenträumereien, Maren von Malu´s Köstlichkeiten, Claudia von Ofenkieker, Yushka von Sugarprincess und Nadine von Sweet Pie. Dazu kommen noch Rhabarber und Mascarpone.


Wie Ihr wisst, will ich ja immer alle Zutaten verarbeiten. Entsprechend hatte ich zwei Möglichkeiten: Rhabarber herzhaft oder Spargel süß verarbeiten. Ich entschied mich für Letzteres und darf Euch heute mein Rezept für süßen Spargel-Erdbeer-Salat präsentieren. Der Rhabarber gesellt sich in Form eines Sirups dazu, den ich auch selbst gekocht habe.

Zutaten für 4 Portionen:

Für den Salat:
300 g Spargel
300 g Erdbeeren
1 Handvoll Basilikum
60 ml Rhabarbersirup

Für das Topping:
75 g Mascarpone
150 g Naturjoghurt
50 g Schlagsahne
2 EL Zucker
1/2 Vanilleschote
1 Handvoll gehobelte Mandeln

Zubereitung:
1) Den Spargel schälen, in ca. 2 cm lange Stücke schneiden und in reichlich Wasser mit einer Prise Zucker je nach Dicke ca. 10 Min. kochen. Unter fließend kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen. Den Spargel mit der Hälfte des Sirups mischen und abkühlen lassen..

2) Die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren. Den Basilikum bis auf einige Blättchen in feine Streifen schneiden. Erdbeeren, Basilikum, Spargel und restlichen Sirup mischen und noch etwas durchziehen lassen.

3) Die Mandeln in einer beschichteten Pfanne goldbraun anrösten und abkühlen lassen. Die Sahne halbsteif schlagen. Die Vanilleschote auskratzen und mit Zucker, Joghurt und Mascarpone glattrühren. Die Sahne unterheben.

4) Den Salat auf Tellern oder in Gläsern anrichten, das Topping darauf geben. Mit Mandeln und Basilikum garnieren.


Zugegeben eine spezielle Kombination, aber wenn man den Spargel lange durchziehen lässt und alles zusammen isst, schmeckt es ganz lecker.

http://ofenkieker.de/2016/05/03/calendar-of-ingredients-upside-down-rhabarberkuchen/

Euch noch einen schönen Abend!


Freitag, 29. April 2016

...Käsekuchen mit weißer Schokolade und getrockneten Granatapfelkernen

Huch, wo ist der April denn hin? Ich hatte ja versprochen, zumindest einmal im Monat zu bloggen, nämlich mein Rezept für den "Calendar of Ingredients" von Sarah vom Knusperstübchen, Sandra von Sandra’s Tortenträumereien, Maren von Malu´s Köstlichkeiten, Claudia von Ofenkieker, Yushka von Sugarprincess und Nadine von Sweet Pie. Spätestens am ersten Montag eines jeden Monats werden die Zutaten veröffentlicht, ich denke mir auch immer recht zeitnah ein Rezept aus und bin überzeugt "Dieses Mal bin ich richtig früh dran". Ich besorge also die Zutaten und will möglichst bald meine Idee umsetzen. Soweit der Plan. Die Realität sieht wie so oft anders aus. Und so habe ich mich am Donnerstagabend, also zwei Tage vor Monatsende, in die Küche gestellt und mein Rezept ausprobiert - wie immer in der Hoffnung, dass es auf Anhieb gelingt, denn für einen zweiten Versuch ist die Zeit zu knapp.



Die Zutaten für den Monat April sind Quark, weiße Schokolade und Granatapfel. Quark schreit für mich sofort nach einem der deutschen Lieblingskuchen - Käsekuchen. Cheesecake mit weißer Schokolade habe ich schon öfter gebacken, warum also nicht auch Käsekuchen? Fehlt nur noch der Granatapfel. Wie es der Zufall will, habe ich vor ein paar Tagen getrocknete Granatapfelkerne zum Testen bekommen. Warum nicht mal getrocknete Granatapfelkerne anstelle von Rosinen verwenden? So war mein April-Rezept geboren:


Zutaten:
Für den Boden:
200 g Mehl
1 TL Backpulver 100 g Zucker
70 g Butter
1 Ei

Für die Füllung:

150 g weiße Schokolade
500 g Magerquark
250 g Frischkäse
70 - 100 g Zucker
3 Eier
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
30 g getrocknete Granatapfelkerne

Zubereitung:

1) Backofen auf 180°C vorheizen.

2) Für den Boden alle Zutaten zu einem Teig verkneten. Eine 26er Springform mit Backpapier auslegen und mit dem Teig auskleiden. Ich mach das immer mit den Fingern und rolle den Teig dann in der Form mit einem Teigroller aus. Mein Mürbeteigboden wird nie wirklich gleichmäßig, aber so erkennt man zumindest, dass der Kuchen selbstgemacht ist..

3) Für die Füllung die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen. Quark, Frischkäse, Eier, Zucker und Vanillepuddingpulver verrühren. Die geschmolzene Schokolade unterrühren.

4) Die Käsemasse zur Hälfte in die Form füllen. Die Granatapfelkerne darauf streuen. Dann die andere Hälfte der Masse darauf streichen.

5) Den Kuchen 60 min. backen. In der Form auskühlen lassen.

Vielleicht sollte ich im nächsten Monat wirklich früher mit dem Experimentieren anfangen. Dieses Rezept ist in der Tat ausbaufähig. Die Granatapfelkerne als Rosinenersatz sind total spannend, wenn man das Knusprige mag. In meinem Exemplar habe ich in der Füllung den Zucker übrigens komplett weggelassen und festgestellt, dass der Kuchen auf jeden Fall mehr Süße vertragen kann, deswegen habe ich für Euch Zucker dem Rezept hinzugefügt.


Jetzt scheiden sich bei Käsekuchen ja die Geister. Viele mögen ihn richtig fluffig, andere wollen ihn so kompakt wie möglich. Für erstere ist dieses Exemplar definitiv nicht zu empfehlen. Die zweite Gruppe könnte eher begeistert sein. Zufällig bin ich morgen bei einer Freundin eingeladen, die großer Fan des kompakten Käsekuchens ist. Ich bin schon ganz gespannt auf Ihr Urteil.

http://sugarprincess-juschka.blogspot.de/2016/04/pavlova-mit-granatapfelquark-calendar.html

Euch allen noch einen schönen Abend und ein schönes Wochenende!