Montag, 28. November 2016

...fruchtige Kokosmakronen

Auch im Monat November möchte ich meinen Beitrag zum Calendar of Ingredients leisten, den Nadine von Sweet Pie, Sarah vom Knusperstübchen sowie Sandra von Sandra’s Tortenträumereien, Maren von Malu´s Köstlichkeiten, Claudia von Ofenkieker und Yushka von Sugarprincess organisieren. Jeden Monat werden drei Zutaten vorgegeben, von denen mindestens eine verwendet werden soll. 

Irgendwie habe ich mich diesen Monat schon auf herbstliche oder gar schon fast weihnachtliche Zutaten eingestellt und war etwas überrascht, als die November-Zutaten verkündet wurden, die da sind: Kokos, Mango und Banane. Für mich passen diese Zutaten geschmacklich irgendwie eher in den Sommer, aber da haben wir ja genug heimische Früchte, aus denen wir etwas zaubern können. Entsprechend verstehe ich die Auswahl schon.





 
Jetzt mag es, was die Nachhaltigkeit angeht, ganz unterschiedliche Ansichten geben, da Kokos, Mango und Banane alle einen weiten Weg zu uns zurücklegen müssen. Bei Dingen, die mir schmecken und die es aus heimischem Anbau leider nicht gibt, kann ich manchmal einfach nicht widerstehen. Dann versuche ich allerdings darauf zu achten, dass alles - soweit möglich - zumindest aus Fairem Handel stammt. Da ich mich für Trockenfrüchte entschieden habe, war dies auch kein Problem.

Um zumindest ein bisschen bei dem Thema "Vorweihnachtszeit", mit dem ich ja gerechnet habe, zu bleiben, habe ich Kokosmakronen mit Mango, Banane und Ananas für Euch gebacken.

Zutaten für 2 Bleche:
3 Eiweiß 
150 g Rohrohrzucker
120 g Kokosraspeln
30 g getrocknete Mango
30 g getrocknete Ananas
10 g Bananenchips

Zubereitung:
1) Den Backofen auf 150°C vorheizen. 
2) Die Eiweiß steif schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. So lange weiterschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
3) Die Bananenchips zerbröseln, Ananas und Mango kleinschneiden. Früchte zusammen mit den Kokosrapeln unter den Eischnee heben.
4) Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf zwei mit Backpapier belegte Backbleche setzen. Ca. 30-35 min. backen. Die Makronen sind fertig, wenn sie nicht mehr am Backpapier hängen bleiben.
5) Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.


Wie Ihr wisst, sind Fotografie und Foodstyling nicht wirklich meine Stärke. Aktuell fehlen mir sowohl Zeit als auch Geduld. Trotzdem wollte ich meine ersten Weihnachtsplätzchen auch irgendwie weihnachtlich "stylen". Da aktuell meine neue Krippe der einzige Dekogegenstand ist, der nicht noch in irgendeiner Kiste steckt und die Makronen latente Ähnlichkeit mit Iglus besitzen, ist dieses Foto entstanden.

http://ofenkieker.de/recipe/exotische-kokos-cupcakes-mit-mango-mousse-frosting-und-banane-fuer-den-coi/

Euch allen eine weitestgehend stressfreie Adventszeit!


Sonntag, 30. Oktober 2016

...Kaffee-Schoko-Mousse-Torte mit Kürbisboden

Ich mag Traditionen. Und damit meine ich die ganz persönlichen Traditionen. Mit einer Freundin treffe ich mich zum Beispiel schon seit fast 20 Jahren mehrmals im Jahr zum Sonntagsbrunch, und - obwohl ich essenstechnisch total experimentierfreudig bin und gerne ständig neue Sachen probiere - auf den ersten Teller kommen immer feste Komponenten, nämlich Rührei, Lachs und Tomate-Mozarella. Ist eine dieser Komponenten nicht auf dem Buffet, hat der Veranstalter schlechte Chancen, in unserer Gunst ganz vorne zu landen.
Ein anderer relativ regelmäßiger Termin in meinem Kalender ist das gemeinsame Abendessen mit zwei ehemaligen Arbeitskolleginnen. Dabei haben wir uns immer der Reihe nach bekocht. Dieses Mal sollte zum ersten Mal der Modus geändert werden. So sollte nicht die Gastgeberin für alle drei Gänge, sondern nur für den Hauptgang verantwortlich sein, die beiden Gäste dann für Vorspeise und Dessert. Dieses Mal sollte ich ich das Dessert zaubern und habe mich schon vor Wochen entschieden, das Dessert auf jeden Fall aus den Oktoberzutaten des Calendar of Ingredients von Nadine von Sweet Pie, Sarah vom Knusperstübchen sowie Sandra von Sandra’s Tortenträumereien, Maren von Malu´s Köstlichkeiten, Claudia von Ofenkieker und Yushka von Sugarprincess zu kreieren, lange bevor ich wusste, welche das sein würden. Anfang Oktober wurde das Geheimnis gelüftet: Kürbis, Schokolade und Kaffee sollten es sein. Nach einigen Recherchen entschied ich mich für kleine Mousse-Törtchen mit Kürbis-Boden. 


Das Kürbispüree für die Törtchen habe ich schon einige Tage vorher vorbereitet und eingefroren. Dafür habe ich einen Butternutkürbis entkernt und in große Stücke geschnitten, die Stücke habe ich im Backofen bei ca. 200°C ca. 60 min. gebacken, das Fruchtfleisch anschließend aus der Schale geschabt und püriert. 
Jetzt stecken wir gerade wieder mitten in der Erkältungszeit und ausgerechnet unsere Gastgeberin hat es ordentlich erwischt.Das Essen wurde kurzfristig auf Dezember verschoben. Ensprechend musste ich umplanen und entschied mich, aus den ursprünglich geplanten Törtchen eine etwas größere Torte werden zu lassen.
Leider ist die Mousse für die Torte nicht ganz fest geworden. Das kann daran liegen, dass ich die Gelatine, die im Rezept für die Mousse (das habe ich übrigens aus der "Sweet Dreams" 05/2016) angegeben war, durch Agar Agar ersetzt habe. Deswegen habe ich hier für Euch die Version mit Gelatine in der Hoffnung, dass die Mousse damit etwas fester wird.



Zutaten:
Für den Boden:
60g Dinkelmehl Typ 630
¼  TL Backpulver
¼  TL Natron
1 Prise Salz
½ TL Zimt
½ TL Ingwer
1 Prise Muskat
1 Hauch Nelken
1 Ei
70 g Mascobadozucker
40 ml Öl
100 g Kürbispüree
30 ml Milch

Für die Mousse:
1,5 Blatt Gelatine
60g weiße Schokolade
15g Puderzucker
1 Eigelb (M)
100ml starker Kaffee
Schale von einer halben Bio-Orange
Mark von einer halben Vanilleschote
125g Sahne

Für die Dekoration:
20g weiße Schokolade oder karamellisierte Kürbiskerne

Zubereitung:
1) Für den Boden Backofen auf 175°C vorheizen.
2) Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Gewürze mischen. Eier und Zucker cremig schlagen. Öl und Kürbispüree einrühren. Mehlmischung und Milch unterrühren. Teig in eine mit Backpapier ausgelegte 18er Springform füllen. Ca 30min. backen. Abkühlen lassen.
3) Für die Mousse Kuvertüre hacken. Puderzucker, Eigelb, Espresso, Orangenschale und Vanillemark über heißem Wasserbad unter Schlagen erhitzen bis max. 85°C. Etwas eindicken lassen. Gelatine ausdrücken und darin auflösen. Creme auf die Kuvertüre gießen, kurz ziehen lassen, glatt rühren. Kurz kühlen. Sobald die Masse zu gelieren beginnt, Sahne steif schlagen und unterziehen.
4) Einen Tortenring um den Tortenboden legen, mit der Mousse bestreichen. Kalt stellen.  Weiße Schokolade raspeln und Torte damit verzieren.


Vielleicht werde ich das Dessert ja aus den Dezember-Zutaten zubereiten. Mal schauen, im Dezember gibt es ja überproportional viele Gelegenheiten, etwas Besonderes zu zaubern. Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit. Jetzt freue ich mich erst einmal auf die November-Zutaten, die spätestens morgen in einer Woche bekannt gegeben werden.

http://sweetpie.de/2016/10/latte-macciato-torte-von-sandras-tortentraeumereien/

Habt noch einen schönen Sonntag!



Donnerstag, 29. September 2016

...Zwetschgen-Haselnuss-Torte

Der September neigt sich langsam schon wieder dem Ende zu. Wie die Zeit vergeht! Momentan schaffe ich es leider so gut wie gar nicht zu bloggen, aber zumindest die Calendar of Ingredients-Beitrage hab ich bisher noch immer hingekriegt, und das soll auch so bleiben.




Für den September hat Nadine von Sweet Pie, die den Calendar of Ingredients gemeinsam mit Sarah vom Knusperstübchen sowie Sandra von Sandra’s Tortenträumereien, Maren von Malu´s Köstlichkeiten, Claudia von Ofenkieker und Yushka von Sugarprincess ins Leben gerufen hat, drei wunderbare Zutaten vorgegeben: Zwetschgen, Haselnüsse und Sahne. Für mich schreit das nach Torte. Als Inspiration dient dieses Mal die Pflaumen-Mandel-Torte mit Mascarpone aus der aktuellen Sweet Dreams (05/16), die mit kleinen Abwandlungen perfekt zum Thema passt.

 

Zutaten:

Für den Haselnussbiskuit:
4 Eier
1 Prise Salz
100 g Rohrohrzucker
110 g Dinkelmehl Typ 630
1 TL Backpulver
1 TL Zimt
20 g gemahlene Haselnüsse

Für die Füllung:
500 g Zwetschgen
1 Stange Zimt
15 g Agar Agar
100 ml Rotwein
100 ml Wasser
70 g Rohrohrzucker
250 g Mascarpone
250 g Quark
1 EL Zitronensaft
200 g Schlagsahne
1 Päckchen Sahnefestiger

Für die Dekoration:
100 g Haselnüsse

1) Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Böden von zwei 18er Springformen mit Backpapier auslegen. 

2) Die Eier trennen. Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen. Dabei den Zucker einrieseln lassen. Die Eigelb unterrühren. Mehl, Backpulver und Zimt mischen, sieben und gemeinsam mit den Haselnüssen unterheben. Auf die beiden Springformen verteilen und ca. 15 min. backen. Abkühlen lassen.

3) In der Zwischenzeit die Haselnüsse rösten und hacken.

4) Die Zwetschgen waschen, entsteinen und würfeln. Zusammen mit 30 g Zucker, Wein, Wasser und der Zimtstange aufkochen. Kurz köcheln. Dann abgießen und die Flüssigkeit auffangen. Diese wieder zurück in den Topf geben und mit dem Agar Agar erneut aufkochen und ca. zwei Minuten köcheln. Die Hälfte der Flüssigkeit zu den Zwetschgen geben.

5) Mascarpone, Quark, 40 g Zucker und Zitrone mischen. Die andere Hälfte der Flüssigkeit unterrühren. Die Sahne mit dem Sahnefestiger steif schlagen und unterheben.

6) Die beiden Böden jeweils in der Mitte teilen. Um einen der unteren Böden einen Tortenring legen. Etwa die Hälfte der Zwetschgen darauf geben. Mit etwas Creme bestreichen. Einen Boden darauf legen, mit der anderen Hälfte der Zwetschgen belegen, wieder mit etwas Creme bestreichen und den nächsten Boden darauf legen. Diesen nochmals mit Creme bestreichen und mit dem vierten Boden abschließen. Die Torte und die restliche Creme für ca. 4 Studen kühl stehlen.

7) Die Torte mit der restlichen Creme bestreichen und mit den gehackten Haselnüssen verzieren.


Wer jetzt meint, auf dem Foto gehackte Mandeln anstelle von Haselnüssen zu erkennen, der liegt richtig. Ich hatte leider nicht mehr genug Haselnüsse im Haus, um die komplette Torte zu ummanteln, und musste mit Mandeln ergänzen. Allerdings finde ich, jetzt wo ich den direkten Vergleich habe, Haselnüsse tatsächlich besser.

http://sweetpie.de/2016/09/haselnuss-zwetschgen-burger/

Euch allen noch einen schönen Abend!


Freitag, 26. August 2016

...Matcha Panna Cotta mit Roter Grütze

Ich liebe Desserts! Ganz oben stehen Panna Cotta und Mousse au Chocolat. Wenn eines der beiden auf einer Speisekarte steht, kann ich nicht anders als zugreifen. Zum Glück gab es während meines Zuckerfrei-Projekts keinerlei Essenseinladungen mit entsprechenden Versuchungen.


Inzwischen ist das Projekt weitestgehend beendet und ich experimentiere weiter mit verschiedenen Alternativen zu Haushaltszucker.  Ich muss sagen, in den Wochen des Zuckerverzichts hat sich mein Geschmackssinn in der Tat sensibilisiert. Als ich mir letzte Woche das erste Eis gegönnt habe, fand ich sowohl Eis als auch Waffel sehr süß. Ein Grund mehr, Süßes selbst zu machen und somit die Süße selbst zu bestimmen.

Da ich gerade meine Vorräte an Lebensmitteln, auf die ich künftig zu Hause verzichten möchte, aufbrauche, hat es auch ein Päckchen Vanillin-Zucker in mein heutiges Gericht geschafft. In Zukunft werde ich wohl einfach Vanillepulver verwenden. Wer es gerne richtig süß mag, dem empfehle ich, die Zuckermenge zu erhöhen.

Der August neigt sich schon wieder langsam dem Ende zu. Da ich mir ja zum Ziel gesetzt habe, jeden Monat einen Beitrag zum Calendar of Ingredients von Sarah vom Knusperstübchen sowie Sandra von Sandra’s Tortenträumereien, Maren von Malu´s Köstlichkeiten, Claudia von Ofenkieker, Yushka von Sugarprincess und Nadine von Sweet Pie zu leisten, und dabei alle Zutaten zu berücksichtigen, lag nahe,  für mein erstes Dessert die Augustzutaten Himbeeren, Kirschen und Tee zu verwenden. Entstanden ist daraus Matcha Panna Cotta mit Roter Grütze.


Zutaten für 4 Personen:

Für die Rote Grütze:
200 g Himbeeren  
200 g rote Johannisbeeren  
350 g Sauerkirschen  
250 ml Sauerkirschsaft 
20 g Rohrohrzucker  
1 Päckchen Vanillin-Zucker  
1 EL Speisestärke

Für die Panna Cotta:
250 ml Milch
40 g Rohrohrzucker
1 TL Agar Agar
1 TL Vanillepulver
2 TL Matchapulver
200 ml Sahne

1) Für die Rote Grütze Himbeeren verlesen,  Johannisbeeren waschen, von den Stielen streifen, Kirschen waschen, abtropfen lassen und entsteinen. 200 ml Saft in einem Topf zum Kochen bringen. Den Rest mit Zucker, Vanillin-Zucker und Stärke glatt rühren. In den kochenden Saft rühren, aufkochen und unter Rühren ca. 1 Minute köcheln lassen. Kirschen und Beeren hinzufügen, aufkochen und nochmals 1–2 Minuten köcheln lassen, dabei mehrmals umrühren. Von der Herdplatte nehmen und auskühlen lassen.

2) Für die Panna Cotta Agar Agar mit etwas Milch verrühren. Restliche Milch mit dem Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Dann das aufgelöste Agar Agar und die Vanille hinzugeben, gut verrühren und mind. 2 Minuten köcheln lassen. Matcha Pulver mit der Sahne verqirlen (am besten mit einem Matchabesen, ich habe den Schneebesen verwendet und entsprechend hat sich das Pulver nicht ganz aufgelöst).  Den Topf vom Herd nehmen und die Match Sahne unter die Milch rühren. In Förmchen abfüllen und abkühlen lassen. Mindestens für 2 Stunden kalt stellen.

3) Panna Cotta mit der Roten Grütze anrichten.

Was die Konsistenz betrifft, ist mir Panna Cotta noch nie besser gelungen. Geschmacklich fand ich es natürlich wunderbar, was sicherlich nicht nur an meiner Dessertabstinenz lag.

https://maluskoestlichkeiten.wordpress.com/2016/07/31/earl-grey-milchschokoladentorte-mit-himbeeren-calendar-of-ingredients-im-august/

 Euch allen ein schönes Wochenende!
 

Montag, 25. Juli 2016

...Mini-Blueberry-Cheesecakes

Wie versprochen gibt es heute ein paar Details zu meinem Projekt "Zuckerfrei". In letzter Zeit bin ich in der Bloggerwelt immer wieder über dieses Thema gestolpert. Wenn ich mir dann die Beweggründe durchgelesen habe, habe ich mich doch sehr oft wieder erkannt. Genascht habe ich schon immer gerne. Als ich vor zwei Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe, habe ich dann noch mein Belohnungs- und Beruhigungssystem komplett auf Eis und Schokolade umgestellt.

Dazu kann ich Euch eine kleine Geschichte erzählen: Als ich mir meinen Termin, zu dem ich mit dem Rauchen aufhören wollte, schon gesetzt hatte, hatte ich abends keine Zigaretten mehr. Wie es sich für einen Süchtigen gehört, habe ich mich um 22 Uhr ins Auto gesetzt und bin zur Tankstelle gefahren, um mir Zigaretten zu kaufen. Als ich so im Auto saß, dachte ich glücklich "Das ist auch etwas, das wegfällt, nachdem Du aufgehört hast". Ein paar Wochen später - ich hatte inzwischen mit dem Rauchen aufgehört - hatte ich abends Lust auf Eis. Ich setzte mich ins Auto und fuhr zur Eisdiele...

Ab diesem Zeitpunkt habe ich darauf geachtet, immer genug Süßigkeiten im Haus zu haben, und habe auch entsprechend viel gegessen, denn Maß und Ziel bei Süßem - das funktionierte bei mir leider nicht.

Entsprechend habe ich mich für die "harte Tour" entschieden und entschlossen, das Experiment "Zuckerfrei" zu wagen. Viele, deren Erfahrungsberichte ich gelesen haben, orientierten sich am 8-Wochen-Programm aus dem Buch "Goodbye Zucker" der Australierin Sarah Wilson. Auch ich habe mir dieses Buch besorgt und vor zwei Wochen mit dem Zuckerentzug begonnnen. Sarah Wilson empfiehlt, nicht direkt komplett auf Zucker zu verzichten, sondern sich langsam zu entwöhnen, dann aber in der Mitte des Programm tatsächlich auf alles, was Zucker enthält, sogar auf Obst zu verzichten.

Da diese absolute Entzugsphase bei mir nächste Woche startet, habe ich quasi die letzte Gelegenheit genutzt und heute nochmal gebacken. Mein aktueller langfristiger Plan ist, nicht komplett auf Süßes zu verzichten, sondern Haushaltszucker und Weizenmehl durch Alternativen zu ersetzen. Deswegen habe ich heute das erste Mal in diese Richtung experimentiert und möchte Euch mein Ergebnis vorstellen.


Zutaten für 6 Mini-Kuchen bzw. einen großen:
1500 g Joghurt bzw. 700 g Frischkäse und 100 g Joghurt
4 Eier
80 g Mandelmehl
4 EL Ahornsirup
1 TL Zitronenabrieb
1 Vanilleschote
500 g Heidelbeeren

1) Falls Ihr den Frischkäse selber machen wollt, den Joghurt in ein Mulltuch geben, dieses zubinden und über eine Schüssel hängen. Den Joghurt über Nacht abtropfen lassen.

2) Am nächsten Tag den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Vanilleschote aufschneiden und das Mark herauskratzen. Frischkäse, Joghurt, Eier, Mandelmehl, Ahornsirup, Zitronenabrieb und Vanilleabrieb verrühren. Die Heidelbeeren waschen und gut abtropfen lassen. Ca. 300g unterrühren.

4) 6 Mini-Springformen oder eine 26er Springform einfetten. Die Käsemasse einfüllen und die restlichen Heidelbeeren darauf verteilen. Ca. 45 min. backen. Im Backofen auskühlen lassen.

Das Ergebnis ist wirklich lecker, wenn auch ungewohnt. Die Konsistenz ist anders als üblich. Dank der Beeren ist genug Süße vorhanden. Auf jeden Fall ist eine Grundlage gelungen, auf der man aufbauen kann. Sobald der total Zuckerentzug vorüber ist, werde ich weiter experimentieren.


Da ich aber in den nächsten Wochen erstmal nichts Süßes backen werde, darf dieses Rezept gleich für zwei Events herhalten. Wie es der Zufall will, passt es sowohl zu Sarahs Knuspersommer als auch zum Calendar of Ingredients - ebenfalls von Sarah vom Knusperstübchen sowie Sandra von Sandra’s Tortenträumereien, Maren von Malu´s Köstlichkeiten, Claudia von Ofenkieker, Yushka von Sugarprincess und Nadine von Sweet Pie.

Sarah sucht für Ihren Knuspersommer in diesem Jahr zitronig-beerige Sommerrezepte.

http://knusperstuebchen.net/2016/06/24/knuspersommer-2016/
  
Die Juli-Zutaten für den Calendar of Ingredients lauten: Heidelbeeren, Frischkäse und Ahornsirup


http://knusperstuebchen.net/2016/07/03/blaubeer-frischkaese-toertchen-mit-ahornsirup-calendar-of-ingredients/

Passt doch, würde ich sagen.

Euch allen einen guten Start in die Woche!



Freitag, 22. Juli 2016

...Projekte


 "Sie lassen sich gerne fremd bestimmen" hat mal jemand zu mir gesagt, als ich von meinen Wochenaufgaben erzählt habe. So würde ich das nicht unterschreiben, obwohl ich ehrlich zugeben muss, dass das mit der Disziplin bei mir besser klappt, wenn ich einen vorgegebenen Rahmen habe. Entsprechend liebe ich Listen und Projekte.


So habe ich vor ein paar Monaten angefangen, meine persönliche Bucket-List zu erstellen, außerdem gibt es eine Jahres-To-Do-Liste. Auf der ersten stehen Dinge, die ich zumindest einmal im Leben tun möchte, auf der anderen eher pragmatische Punkte wie "Küche endlich verkleiden", "Erste-Hilfe-Kurs machen" etc. Es stand auch darauf "Meine erste Fondant-Torte" backen. Wie Ihr wisst, habe ich diesen Punkt inzwischen abhaken können mit der Geburtstagstorte für Oma. So arbeite ich mich langsam durch meine Listen und freue mich jedes Mal, wenn ich etwas streichen kann.

Aber damit nicht genug... Wie zu Anfang erwähnt gibt es auch noch Wochenaufgaben. Diese stelle ich mir nicht selbst, sondern die stellt mir mein Kalender. Ja, Ihr habt richtig gelesen, ich habe einen Kalender mit Wochenaufgaben. "Singe diese Woche jeden Tag unter der Dusche." oder "Buche diese Woche einen Kurzurlaub, den du in den nächsten zwei Monaten antreten musst." oder "Räume die Ecke deiner Wohnung auf, vor der du dich schon lange drückst." Im ersten Quartal 2016 war ich ja noch zu Hause, da waren diese Aufgaben echt super und ich habe sie immer brav erfüllt - manchmal vielleicht etwas abgewandelt, aber immer erfüllt. Inzwischen tu ich mir damit etwas schwerer und komme nicht wirklich nach. Trotzdem habe ich noch immer vor, alle Aufgaben früher oder später zu erfüllen.

Genauso wie ich vorhabe, irgendwann meine Häkeldecke fertigzustellen. Die, die hier regelmäßig reinschauen, haben sicher mitbekommen, dass ich mich letztes Jahr an einer Art 365-Tage-Projekt versucht habe und jeden Tag ein Granny Square häkeln wollte. Da ich davon schon länger nicht mehr berichtet habe, könnt Ihr Euch wahrscheinlich denken, dass das Projekt nicht wirklich erfolgreich war. Das Jeden-Tag-ein-Granny-Square-Projekt ist zwar gescheitert, aber das Projekt Häkeldecke habe ich noch nicht aufgegeben. Einen Zeitplan wird es allerdings nicht mehr geben. Wenn es soweit ist, werde ich Euch mein Werk präsentieren.

Und dann wäre da noch mein Lieblingsthema... das Essen. Ich wäre nicht ich, wenn nicht immer wieder Projekte mit genau diesem Thema zu tun hätten. Von meinem Detox-Experiment und meinem Ayurveda-Urlaub hatte ich Euch ja berichtet. Letztes Jahr im Juni habe ich mich vier Wochen vegan ernährt. Aktuell befinde ich mich mitten im Projekt "Zuckerfrei". Davon werde ich Euch bald ausführlicher berichten.

Ich muss sagen, dass ich es im Zuge solcher Projekte immer besser schaffe, regelmäßig zu kochen, dann aber im Anschluss immer in alte Verhaltensmuster zurückfalle und mir unter der Woche abends für mich immer "was Schnelles" zubereite. Trotz allem bleiben aber immer Zutaten oder Rezepte hängen, und allein dafür lohnt es sich schon.

Da ich mir aber alles selbst aussuche, würde ich nicht von "Fremdbestimmung" reden. Nennen wir es doch einfach "Disziplinnachhilfe". Kennt Ihr das auch? Habt Ihr auch solche Projekte?

Euch allen noch einen schönen Abend und ein schönes Wochenende.




Sonntag, 26. Juni 2016

...eine zweistöckige Geburtstagstorte

Ich habe Euch doch letztens von meinem Tortendekorationskurs berichtet. Den habe ich besucht mit dem Ziel, eine Geburtstagstorte für meine Oma zu backen. Diese wurde nämlich in diesem Jahr 100 Jahre alt. Grund genug, sich besonders viel Mühe zu geben. Das habe ich getan. Und ich wäre nicht ich, wenn die Torte nicht auch ein wenig schief wäre. Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meiner Torte und die Gäste waren durchweg begeistert. Euch möchte ich mein Werk natürlich auch nicht vorenthalten.


Die Zahlen für die Torte habe ich schon eine Woche vorher aus Fondant ausgestochen, mit Zahnstochern gespickt, mit Glanzpuder bepudert und trocknen lassen. Zwei Tage vor dem Großereignis habe ich die Biskuitböden gebacken, einen großen hellen Biskuit, einen kleinen Nussbiskuit. Außerdem habe ich den Fondant eingefärbt und die weiße Ganache vorbereitet und bei Zimmertemperatur über Nacht abkühlen lassen.

Am nächsten Tag habe ich dann die Füllungen vorbereitet. Die untere Torte habe ich mit dieser Erdbeerbuttercreme gefüllt und mit der weißen Ganache überzogen, die obere habe habe ich mit Schokoladenbuttercreme gefüllt und überzogen. Immer wenn die Torten zum Kühlen im Kühlschrank waren, habe ich an den Dekoelementen gearbeitet. Die Schmetterlinge bestehen aus Zuckerspitze, die in einer Silikonform im Backofen getrocknet wurde. Die Perlen habe ich alle selbst gerollt und abgepudert. Ich habe drei verschiedene Abstufungen lila Fondants verwendet. Das erkennt man leider nicht ganz so gut auf den Fotos.

Am Ende habe ich dann die beiden Torten mit Fondant überzogen und die Dekoelemente mit Zuckerkleber festgeklebt. Beim Tortendekorationskurs hat das Überziehen mit Fondant problemlos funktioniert, alleine zu Hause natürlich nicht. Nach drei Versuchen habe ich geschafft, die obere Torte zu bedecken, ohne dass der Fondant gerissen ist, bei der unteren habe ich irgendwann aufgegeben und die Risse bestmöglich mit dem Smoother bearbeitet und mit Perlchen kaschiert. Eigentlich hätte man den Übergang zwischen den beiden Teilen noch mit weißen Perlen verzieren können, aber irgendwann war der Punkt gekommen, an dem ich keine Lust mehr hatte.


Transportiert habe ich mein Werk in Einzelteilen und vorort zusammengesetzt. Zur Präsentation gab es dann noch eine Tortenfontäne. Das war sicherlich nicht die letzte Fondanttorte, die ich gebacken habe. Zum einen macht es echt viel Spaß, zum anderen hat mich der Ehrgeiz gepackt, gibt es doch noch einiges an Optimierungspotenzial.

Habt noch einen schönen Sonntag!